Veränderung im Sportrechtemarkt

Werden Amazon, Facebook oder Google die neuen Supermächte?

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 11. Oktober 2018

Quelle: Joe Kalmar / AFP / Getty Images

Der Sportrechtemarkt wird sich in Zukunft verändern. Immer wieder fallen dabei auch die Namen von Google, Amazon, Facebook und Apple. Wird eine dieser Plattformen in Zukunft führend?

Mit dem kürzlichen Rechteerwerb der Premier League hat Pay-TV-Anbieter Sky für Aufsehen im Sportrechtemarkt gesorgt. Waren ein Großteil der Spiele in Deutschland sonst bisher exklusiv über die Plattform DAZN zu sehen, hat das Unternehmen aus Unterföhring nun zurückgeschlagen. Es ist also Bewegung auf dem Markt.

„GAFA“ auf dem Vormarsch?

Wer über die Verteilung und vor allem Interessenten für Sportübertragungsrechte in der Zukunft spricht, kommt dabei aber um vier Unternehmen nicht herum: Google, Amazon, Facebook und Apple, kurz: GAFA.

Das Wirtschaftsprüfungsnetzwerk PricewaterhouseCoopers hat in seiner neuen Umfrage „PwC Sports Survey 2018“ nun 433 globale Sportbusiness-Entscheider befragt, welche Unternehmen in Zukunft wohl ganz oben auf der Liste der Sportmedienrechteinhaber stehen.

Ganz vorne liegt der Versandriese Amazon mit 66,5 Prozent. Google mit seinem Videoportal YouTube (47,1 Prozent) folgt auf Platz zwei, gefolgt von Facebook mit 40,2 Prozent.

Die PwC Sports Survey 2018 zeigt welchen Unternehmen Experten die größten Chancen eingeräumt werden, den Sportrechtemarkt zu dominieren. (Grafik: PwC)

Auffällig: Obwohl die OTT-Plattform DAZN noch ein sehr junges Unternehmen ist und erst kürzlich die Übertragungsrechte der Premier League in Deutschland an Sky verloren hat, sehen die Experten den Streaming-Anbieter  mit 28,4 Prozent ebenfalls unter den Top 5 Anbietern der Zukunft.

Facebook rüstet auf

Dass Amazon deutlichen Vorsprung hat, begründet PwC mit den jüngsten Rechte-Einkäufen, wie Beispielsweise der Deal mit der englischen Premier League, die in Großbritannien online nur noch über Amazon Prime zu sehen ist.

Dass Facebook in Zukunft ebenfalls im Konzert der Großen Sportübertragungen mitspielen will, ist ziemlich offensichtlich. Im März diesen Jahres holte man sich mit Peter Hutton den ehemaligen CEO von Eurosport als Sportrechteeinkäufer ins Haus.

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