DAZN-Chef sieht Grenzen

„Leute werden nicht 40-Streaming-Dienste abonieren“

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Mittwoch, 24. Oktober 2018

Quelle: Anna Webber / Getty Images for Hearst Corporation

Das Streamen von Filmen, Serien oder Sport wird immer wichtiger. Kein Wunder, dass es also immer mehr Anbieter gibt. DAZN-Chef John Skipper sieht irgendwann allerdings Grenzen.

Anfang vergangener Woche machte das Sport-Streaming-Portal DAZN mit einem millionenschweren Geschäft auf sich aufmerksam. Für rund 315 Millionen Euro sicherte sich die Plattform in den nächsten fünf Jahren zehn Events des US-amerikanischen Box-Promoters Golden Boy. „Menschen bezahlen Geld, um einen hochkarätigen Boxkampf zu sehen", sagte John Skipper, Executive Chairman des britischen Unternehmens, nun gegenüber "Yahoo Finance".

Laut Skipper sei Boxen der ideale „Einstieg für unseren Streaming-Dienst in den USA.“ Punktet DAZN in Europa beispielsweise mit Live-Übertragungen der NFL oder NBA, sind diese Dienste in den Staaten langfristig an etablierte Medienhäuser vergeben. Der neue Vertrag soll nun also den Weg auch in den USA ebnen.

In Europa weitgehend bekannt, in den USA noch ehr unter dem Radar: die Streaming-Plattform DAZN. (Bild: Gabriele Maltinti/Getty Images)

Dass DAZN sich in Zukunft mit immer mehr Anbietern um die Gunst der Kunden duellieren muss, sieht Skipper indes gelassen. „Die Leute werden nicht 40 verschiedene Streaming-Dienste abonnieren", vermutet der ehemalige Präsident des US-Sportsenders ESPN.

Kostenpflichtige Streaming-Angebote seien im Allgemeinen mittlerweile akzeptiert und „Sport ist eines der Dinge, die Menschen haben müssen. Und davon gibt es nur sehr wenige.“

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