Ärger wegen falschem Klub-Logo

RB Leipzig wollte Jugendteam aussperren

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 14. März 2019

Quelle: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Für die D-Jugend der BSG Chemie Kahla sollte es der krönende Abschluss eines Trainingslagers in Leipzig werden, doch stattdessen wurde der geplante Stadionbesuch des Spiels RB Leipzig gegen den FC Augsburg zur Farce!

Wie u.a. die BILD berichtet, hinderten Mitarbeiter des Ordnungsdienstes die Kinder am Eingang daran ins Stadion zu kommen. Der Grund: Auf ihren Jacken und Mützen prangte das Vereinslogo ihres Klubs! Laut Stadionordnung ist es allerdings verboten, den Heimbereich mit vereinsfremden Logos zu betreten. Die Kinder sollten bei frostigen Temperaturen entweder ihre Jacken und Mützen ausziehen oder sie würden nicht ins Stadion gelassen.

Wie der Kahlaer Klub in einem mittlerweile wieder gelöschten Facebook-Post bekannt gab, durften die Kinder nach langen Diskussionen schließlich doch noch ins Stadion. Allerdings nur mit umgedrehten Jacken und Mützen.

Post wieder gelöscht

Den Post (inkl. ausfälligen „Gruß“ an RB) löschte der Verein aus Thüringen mittlerweile wieder, da die Leipziger wohl mit rechtlichen Schritten drohten. „Sonntagabend meldete sich die Rechtsabteilung von RB Leipzig und sagte, der Eintrag wäre Hetze“, erklärte Andy Philipp, stellvertretender Vereinsvorsitzender, gegenüber der BILD.

Die Roten Bullen bestreiten allerdings eine Löschung beantragt zu haben.

RB entschuldigt sich

Immerhin: Der Bundesligist hat eingesehen, dass seine Sicherheitskräfte wohl etwas zu engagiert waren. „Es ist am Samstag seitens des Ordnungsdienstes ein Fehler gemacht worden, der nun intern aufgearbeitet wurde. Wir haben uns bei der BSG Chemie Kahla gemeldet und werden uns über eine Wiedergutmachung austauschen“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins auf Twitter.

Kahlas „Vize“ Phillip bestätigte, dass sich RB Leipzig mittlerweile persönlich entschuldigt hätte und ein Wiedergutmachungs-Angebot vorgelegt hätte. Ob man es annehme, müsse allerdings noch geklärt werden.

Auch Lok, Chemie und Dynamo melden sich

Weiterhin habe der Verein nach dem Vorfall noch weitere Einladungen erhalten. So teilte der Amateurklub mit, dass sich sowohl die beiden Leipziger Vereine Lok und Chemie sowie Zweitligist Dynamo Dresden gemeldet haben.

Diese Angebote wolle man „auf jeden Fall“ annehmen.

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