Manni Burgsmüller ist tot

BVB-Rekordtorschütze starb überraschend

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 21. Mai 2019

Quelle: picture alliance / Sven Simon

Manfred "Manni" Burgsmüller ist überraschend im Alter von 69 gestorben. Der frühere Bundesliga-Torjäger ist der Rekordtorschütze von Borussia Dortmund. Seinen einzigen Titel gewann er aber mit dem SV Werder Bremen.

Burgsmüller wurde am 22. Dezember 1949 in Essen geboren und absolvierte zwischen 1969 und1990 447 Bundesliga-Spiele. Er begann seine Karriere in seiner Geburtsstadt Essen. Mit Rot-Weiß schaffte er 1969 den Aufstieg in die Bundesliga. Später spielte er für Borussia Dortmund, den 1. FC Nürnberg und Werder Bremen. Darüber hinaus war er in der 2. Liga für Uerdingen und Oberhausen aktiv.

Mit insgesamt 213 Bundesliga-Toren ist er der viertbeste Bundesliga-Torschütze aller Zeiten. Bei Borussia Dortmund ist er mit 135 Toren der Rekordtorschütze. BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball zeigte sich bestürzt über den Tod des einstigen Klasse-Stürmers: "Manni Burgsmüller war Mitte der 70er bis Anfang der 80er Jahre das Gesicht von Borussia Dortmund. Er vereinte alle Facetten, über die ein Torjäger verfügen kann. Es ist schade, dass ihm bei der Nationalmannschaft nie jene Wertschätzung zuteil geworden ist, die ihm aufgrund seiner Qualität und seiner Rafinesse zustand. Persönlich war er ein sehr angenehmer, witziger und geradliniger Typ, mit dem man sich einfach gerne umgab. Die BVB-Familie wird Manni Burgsmüller sehr vermissen."

 

Ein Spieler, der nicht ins Konzept passte

Lediglich drei Länderspiele durfte Burgsmüller bestreiten. Im Vorfeld der Weltmeisterschaft 1978 wurde er von Bundestrainer Helmut Schön berufen, doch in den WM-Kader schaffte er es nicht. Irgendwie passte er nicht ins Konzept: "Man konnte mich keiner Position zuordnen. Bis heute weiß man wohl nicht, ob Burgsmüller eine Nummer neun oder ein Zehner war", sagte er mal einem Blog seines Ex-Klubs Rot-Weiß Essen: "Ich war irgendetwas dazwischen. Ich war überall auf dem Platz, vor allem in Tornähe. Die Trainer der Nationalmannschaft setzten auf Spieler, die sich an ihre taktischen Vorgaben und Positionen hielten. Ich war anders, ich passte zum Beispiel Helmut Schön wohl nicht ins Konzept."

Dennoch blieb er über viele Jahre einer der treffsichersten Stürmer der Liga. Seinen größten Erfolg feierte er im Jahr 1988, als er mit dem SV Werder Bremen deutscher Meister wurde. Das grenzte an ein Wunder denn vier Jahre zuvor schloss sich Burgsmüller Oberhausen in der 2. Liga an. Dort erzielte er 29 Tore, was Bremens Trainer Otto Rehhagel aufhorchen ließ. Er holte den bereits 36-Jährigen an die Weser, wo er mit 38 Jahren seinen ersten Titel feiern durfte.

Nach der aktiven Fußball-Karriere wechselte er zum Football. Bei Rhein Fire lief er als Kicker auf und galt mit 52 Jahren als ältester Football-Profi der Welt. Nun ist Manfred Burgsmüller eines natürlichen Todes gestorben - vor allem beim BVB wird man ihn aber wohl nie vergessen.

Artikel Teilen

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren

Fußballer nutzt Gold Cup zur Flucht

Yasmani López aus Kuba (Rückennummer 4) war einer der Erfahrensten im Kader seines Heimatlandes. Nun hat er seine Teilnahme am Gold Cup in den USA gen...

Spieler macht Jagd auf Schiedsrichter

Bei einem Amateur-Fußballspiel in der Kreisliga in Duisburg kam es zu grauenvollen Szenen: Spieler und Trainer der Heimmannschaft machten Jagd auf die...

Artikel 14.1.1 soll Vettel helfen

Ferrari bleibt hartnäckig: Nach der Zeitstrafe gegen Sebastian Vettel beim Rennen in Montréal nutzt der italienische Formel-1-Rennstall weitere Mittel...