Kroos kritisiert FC Bayern in neuem Film

Das Leben des Toni Kroos ist bald auf der Leinwand zu sehen

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Sonntag, 23. Juni 2019

Quelle: picture alliance/augenklick

Toni Kroos, der Weltmeister aus Greifswald, hat als einziger deutscher Fußballer vier Mal die Champions League gewonnen. Am 4. Juli kommt ein Film in die Kinos, die den Weg vom Bolzplatz bis zum größten Fußballklub der Welt zeigt. Dabei kritisiert Toni Kroos auch seinen Ex-Club, den FC Bayern, sehr.

Toni Kroos hat einen Weltmeistertitel, vier Champions-League-Siege und drei Deutsche Meisterschaften geholt, was ihn zum erfolgreichsten deutschen Fußballer der Geschichte macht. Dabei geht der Mittelfeldstratege von Real Madrid sehr bescheiden mit dem Ruhm um, was der Dokumentarfilm "Kroos", der ab 4. Juli im Kino läuft, zeigt. 

In der Dokumentation übt er aber auch Kritik an der Vereinsführung des FC Bayern München: "Mir wurde ganz oft gesagt, wie toll ich bin und wie richtig ich alles mache. Ich habe aber nicht gespielt", erzählt der Greifswalder über seine Zeit beim deutschen Rekordmeister on 2007 bis 2009 und ergänzt: "Mir war wirklich klar, dass ich mehr verdient hätte." Dann war er von 2009 bis 2010 zu Bayer Leverkusen ausgeliehen, wo er sich deutlich wohler fühlte, wie seine Mutter Birgit berichtet: "Die Mannschaft war wesentlich persönlicher. Die haben sich getroffen, die haben gemeinsam Grillabende veranstaltet. Die waren viel normaler im Umgang miteinander. Nicht wie in München. Das war alles ihm zu schickimicki." Eigentlich habe Kroos aus Leverkusen gar nicht zurück nach München gewollt. Nach der Rückkehr gab es aber doch eine Vertragsverlängerung, die Kroos "nach zehn Minuten schon wieder bereut hat." Er berichtet detailiert: "Während der Unterschrift kam dann noch von Karl-Heinz Rummenigge so eine Aussage. "Boah, jetzt hast du aber einen tollen Vertrag", so dann nach dem Motto, dann muss man jetzt mal wieder ein bisschen besser spielen."

Aber nicht nur mit dem FC Bayern, auch mit dem Fußballgeschäft selbst beschäftigt sich Toni Kroos in dem Film. In 113 Minuten wird ein außergewöhnlicher Fußballer, leidenschaftlicher Familienmensch und eigenständigen Charakter gezeigt, der mit dem glamourösen Fußballbusiness auf dem Kriegsfuß steht und ohne Umschweife zugibt: „Ich weiß, dass ich in einer Welt lebe, die nicht normal ist.“

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