Megan Rapinoe gegen Donald Trump

"Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen"

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 27. Juni 2019

Quelle: picture alliance

Die US-Frauen haben noch alle Chancen auf den Weltmeistertitel. Kapitänin Megan Rapinoe wurde bereits zu der Zeit nach dem möglichen WM-Sieg befragt - und trat mit ihrer Antwort einen Streit mit US-Präsident Donald Trump los.

Megan Rapinoe, Kapitänin des US-Frauenfußball- Nationalteams, hat überhaupt keine Lust auf einen Besuch bei Präsident Donald Trump im Weißen Haus, falls das Team den Titel gewinnen sollte. Das machte sie in einem Video-Interview mit dem US-Fußballmagazin "Eight By Eight" mit drastischen Worten deutlich: "I'm not going to the fucking White House" (deutsch: "Ich werde nicht in das beschissene Weiße Haus gehen"), antwortete sie auf die Frage, ob sie sich nach einem möglichen Gewinn des WM-Titels über eine Einladung des US-Präsidenten freuen würde. Außerdem glaubt sie, dass Trump die Mannschaft sowieso nicht einladen würde, da er keine Empfänge mit Teams duldet, die ihn ablehnten.

Eine Reaktion von Trump via Twitter ließ wie gewohnt nicht lange auf sich warten. Er schrieb: "Sie sollte nicht respektlos gegenüber unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge sein, zumal so viel für sie und ihre Mannschaft getan worden ist." Außerdem solle sie "erst mal GEWINNEN, dann REDEN", und ihre Arbeit erledigen. "Bisher habe ich sie oder die Mannschaft nicht eingeladen - jetzt tue ich es, ob Sieg oder Niederlage", antwortete Trump.

Die US-Frauen wären nicht die ersteMannschaft, die eine Einladung nicht annehmen. So verzichteten zum Beispiel die Basketballer der Golden State Warriors nach dem NBA-Titel 2018 auf einen Besuch. 

 

 

Megan Rapinoe, die ihre Mannschaft mit zwei verwandelten Elfmetern ins WM-Viertelfinale geschossen hatte, bezieht immer wieder politisch Stellung. Im September 2016 hatte sie sich als eine der ersten weißen Sportlerinnen dem Protest des Footballers Colin Kaepernick angeschlossen, der sich aus Protest gegen Polizeigewalt und rassistische Diskriminierung bei der US-Nationalhymne hingekniet hatte. Der Fußballverband hat diese Geste mittlerweile verboten, allerdings protestiert Rapinoe weiter, indem sie die Hymne nicht mitsingt und die Arme hinter dem Rücken verschränkt statt ihre rechte Hand auf das Herz zu legen. 

Artikel Teilen

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren

Elvira Menzer-Haasis im Amt einstimmig bestätigt

Elvira Menzer-Haasis (Mitte) bleibt Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV). Die 59-Jährige wurde am 13. Juli 2019 in Mannheim er...

Ex-Box-Weltmeister tödlich verunglückt

Der ehemalige Box-Weltmeister und -Olympiasieger Pernell Whitaker ist im Alter von 55 Jahren bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Virginia Beach...

Bewegender Abschied: Zidane schickt emotionale Worte an verstorbenen Bruder (†54)

Zinedine Zidane hat sich mit einem emotionalen Posting an seinen kürzlich verstorbenen Bruder gewandt. Dieser war vor kurzem überraschend verstorben.