"Franzosen sind alles Spinner!"

Tennisprofi Stefanos Tsitsipas legt sich mit einer ganze Nation an

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 29. August 2019

Quelle: picture alliance / AP Images

In New York findet mit den US Open derzeit das letzte Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres statt. Neben wichtigen Weltranglistenpunkten geht es auch um viel Preisgeld, was manchen anscheinend so unter Druck setzt, dass er seine guten Manieren vergisst. Stefanos Tsitsipas verkraftete sein Erstrunden-Aus gegen den Russen Andrey Rublev jedenfalls sehr schlecht, und schimpfte auf den französischen Schiedsrichter.

Der 21-jährige Grieche ist einer der vielversprechendsten jungen Spieler und befindet sich derzeit auf Rang acht der Weltrangliste. Eine andauernde Formkrise und damit einhergehende Niederlagenserie hat den jungen Spieler nun aber wohl so unter Druck gesetzt, dass er sich während seiner Erstrundenpartie in New York zu unschönen Sätzen gegen den französischen Schiedsrichter Damien Dumusois und dessen Landsleute hinreißen ließ.

Dieser hatte den Griechen Anfang des vierten Satzes zuerst wegen verbotenen Coachings und später wegen einer Zeitüberschreitung verwarnt. Als Tsitsipas während einer folgenden Spielunterbrechung zu lang brauchte um sein Shirt zu wechseln, ermahnte der Unparteiische ihn darauf hin und entfachte damit den Zorn des Griechen völlig. 

"Mach doch, was du willst, denn du bist der Schlimmste", zürnte Tsitsipas und fügte hinzu: "Das liegt wohl daran, dass du Franzose bist. Ihr seid alle Spinner." Dass der Schiedsrichter mit einer Strafe drohte, beeindruckte den Profi wenig. "Gib mir eine Strafe, es ist mir egal", forderte er. Dumusois kam der Aufforderung schließlich nach. Die French Open 2020 in Paris dürften für Tsitsipas damit wenig angenehm werden. 

Auf der Pressekonferenz nach der Pleite legte er sogar noch eins drauf: "Ich glaube nicht, dass er im Recht war. Ich habe das Gefühl, dass manche Schiedsrichter Präferenzen haben und Spieler unterschiedlich behandeln."

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