Der „Große Stern des Sports“ ist vergeben

Auszeichnung geht an Berliner Integrationsprojekt

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Januar 2020

Quelle: BVR / DOSB / picture alliance

Der „Große Stern des Sports“ in Gold 2019 geht an den Verein Pfeffersport aus Berlin. Den bedeutendsten Preis für Sportvereine in Deutschland und den Siegerscheck in Höhe von 10.000 Euro nahm der Verein aus Pankow am gestrigen Dienstag aus den Händen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Alfons Hörmann (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes) und Marija Kolak (Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken), entgegen.

Pfeffersport setzte sich gegen die 16 weiteren Sportvereine aus dem gesamten Bundesgebiet durch, die im Herbst 2019 jeweils auf Landesebene mit dem „Großen Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet worden waren und sich damit für die Gold-Verleihung qualifiziert hatten. Auf dem zweiten Platz landete die Interessengemeinschaft Sport Heddesheim aus Baden-Württemberg mit dem Projekt „Wir arbeiten zusammen!“. Dritter wurde der sächsische Sportclub Riesa mit dem Projekt „Sport ist Klasse“. Alle weiteren Finalisten, also auch der SV 1929 Lohrheim aus Rheinland-Pfalz, wurden gemeinschaftlich auf den vierten Platz gewählt.

„Mein herzliches Dankeschön geht an alle Vereine, die sich am Wettbewerb beteiligt haben. Mit Ihrem großartigen ehrenamtlichen Engagement bilden Sie eine zentrale Grundlage für das Gemeinwesen und leisten einen überaus wichtigen Beitrag für unsere demokratische Gesellschaft“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Meine besonderen Glückwünsche gehen natürlich an die Siegerinnen und Sieger von Pfeffersport, die hier in Berlin mit Leidenschaft ein ganz besonderes Projekt initiiert haben und mit Leben füllen.“

Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann zeigte sich sehr beeindruckt von den vielfältigen Projekten der 17 Finalisten, die stellvertretend für das Engagement der Vereine in Sportdeutschland stehen. „Der Vereinssport ist heute so vielschichtig und wertvoll wie wohl nie zuvor in seiner jahrhundertelangen Geschichte. Gerade in Zeiten der Digitalisierung geht an vielen Stellen in unserem Land der persönliche Kontakt der Menschen verloren. Im Vereinssport dagegen werden echte soziale Netzwerke aufrechterhalten und gemeinschaftlich gepflegt. Der Siegerverein steht symbolisch dafür und lebt die bewährte Vereinsoffenheit vorbildlich“, sagte Hörmann.

Pfeffersport steht für die gesamte Berliner Vielfalt

Der Verein Pfeffersport überzeugte die Jury mit dem Projekt „Mission Inklusion – ein kompletter Verein betreibt lokale Raumfahrt“. Pfeffersport bietet an mehr als 50 Standorten mit 350 bis 400 Sportgruppen gut 50 verschiedene Sport- und Bewegungsangebote. Dabei gehören Inklusion und Integration für den Verein so selbstverständlich dazu wie zu seiner Heimatstadt – „die gesamte Berliner Vielfalt“ werde abgebildet, so Jörg Zwirn, einer der Geschäftsführer des Vereins.

Seit seiner Gründung im Jahr 1990 hat sich Pfeffersport das Motto „Sport mit sozialem Anspruch“ auf die Fahne geschrieben. Und dazu gehört, dass alle Sportangebote für alle offen sind, ganz unabhängig von Alter, Handicap oder Herkunft. Und dieses Konzept kommt an: bei den mehr als 4.600 Mitgliedern, von denen gut 80 Prozent Kinder und Jugendliche sind, bei den mehr als 160 Übungsleitern, von denen viele ebenfalls ein Handicap haben, und bei den vielen Vereinen, die sich schon jetzt vom Vorbild Pfeffersport beraten lassen. 

Für Rheinland-Pfalz ging der SV 1929 Lohrheim an den Start. Alle Infos zu dem Projekt des Vereins gibt es hier

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