Turbulente Szenen in der Formel 2

Vater von F2-Pilot attackiert Konkurrenten

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Montag, 13. Juni 2022

Quelle: picture alliance / DPPI media | Diederik van der Laan

Unschöne Szenen in Baku: Nach dem F2-Hauptrennen auf dem aserbaidschanischen Stadtkurs kam es im Fahrerlager zu Beschimpfungen und Handgreiflichkeiten. Der Vater von Cem Bölükbasi attackierte dessen Kontrahenten Roy Nissany. Bölükbasi Junior und Nissany waren zuvor auf der Strecke kollidiert.

Auch eine Stufe unter der Formel 1 geht es mitunter heftig zur Sache!

Angefangen hatten die Streitigkeiten zwischen den Formel-2-Fahrern Cem Bölükbasi und Roy Nissany auf der Strecke. Der 27-jährige Nissany wollte seinen türkischen Konkurrenten in einer Linkskurve auf der Außenbahn überholen. Dabei berührten sich der französisch-israelische Nissany und Bölükbasi an den Rädern. Sowohl der 24-Jahre alte Bölükbasi als auch Nissany landeten in der Mauer und konnten nicht mehr weiterfahren.

Die Stewards sprachen die Schuld nach dem Rennen Nissany zu. Dementsprechend erhielt er als Unfallverursacher eine Strafversetzung um drei Plätze für das nächste Rennen sowie einen Strafpunkt auf seiner Lizenz.

Eskalation im Fahrerlager

Nach dem Rennen entwickelte sich aus der Kollision eine Rangelei im Fahrerlager. Der Vater von Bölükbasi und sein Manager suchten im Paddock nach Roy Nissany, um ihn wegen des Unfalls zur Rede zu stellen.

Was dann genau passierte, ist unklar: In der folgenden Untersuchung der Stewards gab Vater Yavuz Bölükbasi an, die Beherrschung verloren zu haben. Er glaubte, Nissany habe seinen Sohn Cem beleidigt.

Fest steht: Schon direkt nach dem Crash hatte Nissany seinen Konkurrenten Bölükbasi via Funk als „f****** idiot“ bezeichnet.

Laut den Stewards kam es im Fahrerlager zu einem „erhitzten Austausch“ mit Gewaltandrohungen. Nissanys Physiotherapeut griff ein und es folgten Handgreiflichkeiten zwischen ihm und Bölükbasi Senior. Bevor sich eine echte Schlägerei entwickelte, wurde die Bölükbasi-Partei aus dem Lager entfernt.

Die Stewards untersuchten also auch diesen Zwischenfall fernab der Piste. „An keinem Punkt werden körperliche Gewalt, oder die Androhung davon, toleriert werden“, schreiben sie in ihrem Urteil.

Schließlich gab es Strafen für beide Bölükbasis:

Im Gegensatz zum Aufeinandertreffen auf der Strecke galt dabei nicht Nissany als Schuldiger. Stattdessen bekam Bölükbasi Senior für das nächste Rennen seines Sohns Zutrittsverbot. Cem Bölükbasi musste zudem 5.000 Euro Strafe zahlen. Laut „International Sporting Code“ ist nämlich der Wettbewerber selbst für die Personen verantwortlich, denen er Zutritt zu beschränkten Bereichen erlaubt.

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