Kampf und Leidenschaft

Faustball hat so einiges zu bieten

Veröffentlicht am Dienstag, 14. Juli 2015
Quelle: vereinsleben.de

Faustball ist ein Rückschlagspiel, das oft mit Volleyball verglichen wird. Es spielen zwei Teams auf einem 20x25 Meter großen Feld, das durch ein Band in 2 Metern Höhe geteilt ist. Ziel des Spiels ist es, den Ball so zu schlagen, dass die gegnerische Mannschaft den Ball nicht mehr zurückspielen kann. Es wird immer fünf gegen fünf gespielt. Gespielt wird auf Gewinnsätze. In der Bundesliga gewinnt derjenige, der als erstes fünf Sätze gewinnt. Ein Satz geht bis 11, muss jedoch mit mindestens zwei Punkten Vorsprung gewonnen werden. Während eines Angriffs darf der Ball drei Mal entweder mit dem Arm oder der Faust berührt werden (Annahme, Zuspiel, Angriff). Es müssen jedoch verschiedene Spieler sein, die den Ball spielen. Der größte Unterschied zum Volleyball ist, dass der Ball zwischen den Berührungen der Spieler den Boden einmal berühren darf.

Dynamik, Athletik, Kampf und Spaß

Durch die schnelle Spielweise zeichnet sich der Faustballsport besonders durch die Dynamik und die Athletik aus. Spektakuläre Aktionen am Band wie auch der unbändige Wille und der Kampf um jeden der Spieler sind sehr beeindruckend. Und natürlich kommt auch bei allem Ehrgeiz der Spaß nicht zu kurz!

Im Moment gibt es in Deutschland ca. 40.000 Menschen die Faustball spielen. Während im Sommer draußen auf dem Sportplatz gespielt wird, zieht es die Mannschaften im Winter in die Sporthallen. Die höchste Spielklasse ist die Bundesliga, die in Nord und Süd aufgeteilt ist. Die besten drei Teams aus beiden Ligen spielen am Ende der Saison in einer gesonderten Runde noch einmal um die deutsche Meisterschaft.

Spitzensport auch in RLP

Und auch in Rheinland-Pfalz kann man Bundesliga-Faustball sehen! In der Nähe des wunderschönen Loreley-Felsen trägt der TV Weisel seine Heimspiele in der höchsten Spielklasse aus. Circa 70 Mitglieder zählt die Faustball-Abteilung der Weiseler, verteilt auf alle Altersklassen. Im Jahr 2012 fanden sogar die deutschen Meisterschaften der Herren und Damen in dem kleinen Ort bei Sankt Goarshausen statt.

Bilder: vereinsleben.de

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler und Weltmeister Adrian Debus schätzt vor allem die familiäre Atmosphäre im Verein: „Wir sind alle auch außerhalb des Platzes gut miteinander befreundet und unternehmen viel zusammen.“ Auch der hohe Reisestress während den Spieltagen macht dem 24-Jährigen nichts aus. „So kommt man wenigstens auch mal etwas in Deutschland rum“, sagt er über die Fahrten beispielsweise bis kurz vor die Schweizer Grenze nach Offenburg. Schlagmann Patrick Schiep, wechselte 2011 vom VfL Kirchen nach Weisel. Er ist besonders von dem Zusammenhalt innerhalb des Vereins begeistert: „Wenn hier etwas zu machen ist, packt das ganze Dorf mit an.“

Debus und Schiep spielen derzeit mit der ersten Mannschaft in der höchsten deutschen Spielklasse – der Bundesliga Süd. Doch wie auch schon in vorherigen Saisons geht es gegen den Abstieg. „Oft zu gut für die zweite Bundesliga – nicht selten dann aber auch ein bisschen zu schwach für die Erste“ titelte einst die Rhein-Lahn-Zeitung über den TVW. Und in der Tat ist es so: Um ganz oben in der 1. Bundesliga mitspielen zu können reicht es (bisher) einfach nicht.

Dennoch, der TV Weisel ist zurecht froh und stolz über jede Spielzeit in der ersten Bundesliga.

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