Kentern erwünscht

Kanupolo - Der rasante Teamsport auf dem Wasser

Vereinsnews > Eure Vereine Veröffentlicht am Sonntag, 19. Juli 2015

Quelle: vereinsleben.de

Hier stellen wir Euch immer wieder "unbekannte" Sportarten und Vereine vor. Diesmal dreht sich alles um Kanupolo beim Postsportverein Koblenz.

Es klingt nach einem sehr modernen Sport, hat aber in Deutschland eine fast 100 jährige Tradition: Kanupolo. Rund 10.000 Aktive üben diesen Sport mit Elementen aus dem Handball, Basketball und Rugby auf deutschen Gewässern aus. Aber nicht nur in Sportvereinen wird Kanupolo gespielt, auch an Hochschulen ist dieser Teamsport sehr beliebt.

 

Kanupolo lebt von schnellen Manövern, intensiven Zweikämpfen und rasanten Paddelsprints sowie schnellen Spielzügen und gezielten Torwürfen. 

In der Regel misst das Spielfeld 23 x 35 Meter, wird durch Schwimmleinen begrenzt und hat an den kurzen Seiten zwei Tore, die in zwei Meter Höhe über dem Wasser angebracht sind. 

 

Die Spieler müssen Schwimmwesten und einen Helm mit Schutzgitter tragen. Gespielt wird mit speziellen Polopaddeln. Diese sind robuster als gewöhnliche Paddel da es erlaubt ist, Bälle mit dem Paddel abzuwehren und diese daher schnell brechen könnten. Als Spielgerät werden die gleichen Bälle verwendet, mit denen auch Wasserball gespielt wird.

 

Kentern lassen als taktisches Mittel

Der Ball darf mit den Händen oder dem Paddel gespielt werden. Innerhalb von fünf Sekunden muss das Spielgerät aber wieder abgegeben oder mindestens einen Meter horizontal vom Körper weg gespielt werden. Die Berührung des Gegners,vor allem mit dem Boot oder Paddel, ist verboten.

Die Ausnahme: Durch einen Schubs an der Schulter oder der Seite darf der ballführende Spieler zum Kentern gebracht werden um ihm den Ball abzunehmen. 

Im 6 Meter Raum vor dem Tor gelten besondere Regeln: Hier darf man seine Gegner mit dem Boot wegschieben was außerhalb dieses Bereichs nur dann erlaubt ist, wenn in einem Zweikampf um den Ballbesitz gekämpft wird. Der einzige, der im 6-Meter-Raum geschützt ist ist der Torwart. Dieser darf nicht berührt oder behindert werden.

 

 

Wachsende Begeisterung in Deutschland

Da immer mehr Vereine den Kanupolo-Sport in ihr Portfolio aufnahmen, wurde 1995 die Kanupolo-Bundesliga in Deutschland gegründet, 2008 folgte die Einführung einer Damen-Bundesliga. Darüber hinaus wird jedes Jahr auf dem Essener Baldeneysee der Deutschland-Cup ausgetragen, das größte internationale Kanu-Polo Event in Europa mit über 40 jähriger Tradition.

Die Sportlerinnen und Sportler des Postsportverein Koblenz betreiben ihren Sport lieber aus Spaß. Einmal pro Woche trifft sich die Gruppe auf dem Koblenzer Oberwerth um gemeinsam Kanupolo zu spielen. Das allerdings auch dabei tolle Spielszenen zustande kommen zeigt euch unser Video:

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