Jugend forscht in Bonn

Auf dem Weg zu den Profis

Vereinsnews > Eure Vereine Veröffentlicht am Montag, 30. November 2015

Quelle: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Eine gute Nachwuchsarbeit ist einer der Grundsteine für jeden erfolgreichen Sportverein! So auch bei den Telekom Baskets Bonn.

Der Basketball-Bundesligist aus der ehemaligen Bundeshauptstadt hat eine tiefgehende Jugendarbeit. Bis zur Altersstufe U10 sind alle Altersklassen sogar mehrfach besetzt. Der Profi-Mannschaft am Nähesten ist allerdings das NBBL-Team, die Spielgemeinschaft Bonn / Rhöndorf. Wir haben die zukünftigen Stars beim Trainnig besucht!

 

Seit Gründung der NBBL dabei

Seit der Gründung der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) geht das Team der Telekom Baskets zusammen mit einem Team aus dem nahegelegenen Rhöndorf auf Punktejagd. Als Team Bonn / Rhöndorf wollen Headcoach Olaf Stolz und seine Mannschaft sich immer weiter entwickeln. Am liebsten natürlich bis zu den Profis. Die fünf Niederlagen zum Auftakt in die neue Saison helfen dabei allerdings nur bedingt. "Natürlich ist es für den Sportler wichtig, dass er gewinnt, dass er eine Mentalität entwickelt, Spiele gewinnen zu wollen. Auf der anderen Seite helfen natürlich aber auch Niederlagen, weil man dann noch deutlicher die Schwächen aufgezeigt bekommt", erklärt Stolz uns im Interview. "Unter dem Strich zählt für uns aber die Entwicklung der Spieler."

 

 

Eine feste Vorgabe wie viele Spieler Stolz und seine Assistenen letztendlich "nach oben" bringen müssen gibt es seitens des Vereins nicht. "Trotzdem liegt es uns natürlich nahe, junge Spieler für die Bundesliga zu empfehlen," In den letzten Jahren schafften unter anderem Florian Koch, Jonas Wolfahrt-Bottermann und Fabian Thülig den Sprung aus dem NBBL-Team zu den Profis. Koch spielt noch immer in Bonn und "WoBo", wie Wolfahrt-Bottermann auch genannt wird, geht mittlerweile beim ehemaligen deutschen Serienmeister Alba Berlin auf Punktejagd. Einzig Fabian Thülig ist nicht mehr im Profisport tätig, da er sich auf sein Studium fokussieren wollte. "Wünschenswert wäre es, jedes Jahr einen Spieler hoch zu holen, wie andere Vereine das auch schaffen. So weit sind wir noch nicht, allerdings soll und muss das unser Ziel sein", erklärt Stolz.

Dafür muss natürlich der ganze Verein tätig werden. Und dieses Engagement spürt der 50-jährige Headcoach: "Auch wenn es nicht direkt spürt, habe ich den Eindruck, dass es wahrgenommen wird. Speziell da wir Trainer intern auch viel kommunizieren und einiges wahrnehmen."

 
Das komplette Interview mit Olaf Stolz im Video

 

Perfekte "Toolbox"

Um die Jugend perfekt auf den Weg zu den Profis vorbereiten zu können setzt Stolz, der mittlerweile seit rund zwei Jahren in Bonn tätig ist, auf eine ausgewogene Mischung aus Taktik und Physis. "Auf der einen Seite müssen wir unsere Spieler natürlich athletisch vorbereiten, aber wir wollen die Jungs auch taktisch entwickeln und technisch ausbilden. Man kann also nie sagen, wir machen heute nur das, das oder das." Während der Traingseinheiten wird vor allem auf eine hohe Intensität gesetzt, was zum einen die Athletik verbessert, zum anderen aber auch dazu beiträgt, dass die Spieler Erfahrungen erhalten, die sie dann im Spiel umsetzen können. Je größer diese "Toolbox", so Stolz sei, umso besser sei der Spieler in der Lage, auf einem hohen Tempo seine Fähigkeiten abzurufen.

 

Koch hat den Weg bereits hinter sich

Ein Spieler der genau weiß worauf es ankommt ist Florian Koch. Der Forward durchlief die komplette Jugendarbeit der Telekom Baskets und ist heute eine wichtige Säule im Profi-Team. "Für mich war das eine geniale Zeit! Es ist die Zeit, wo man als Spieler unheimich reift, da es ein Alter ist, in dem man viel Input verarbeiten kann", so der 23-Jährige. Seinen endgültigen Sprung zu den Profis bezeichnet er dennoch als "sehr schwer. Man bekommt hier zwar alles gestellt, von der Halle bis zu den Coaches. Es fehlt einem hier so gut wie gar nichts. Aber da ich mich entschieden habe, gleichzeitig mein Fachabitur und meine Ausbildung zu machen, hatte ich ein hohes Pensum und sehr wenig Zeit. Dementsprechend hart war es auch."

 
Das komplette Interview mit Florian Koch im Video

 

Doch diese harte Arbeit hat sich für den 1,97-Mann ausgezahlt. Er hat sich einen festen Platz in der BBL-Mannschaft gesichert. Für die zukünftigen Stars hat er einen ganz besonderen Tipp: "Immer dran bleiben! Im Sport geht es darum, immer das Beste aus sich raus zu holen!"

Hier geht es zum Profil der Telekom Baskets Bonn

Artikel Teilen

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren

NFL-Legende sorgt für Freudentränen

Der 17-Jährige Alex Ruiz verlor sein rechtes Bein nach einem Football-Spiel. NFL-Superstar Drew Brees will ihm nun dabei helfen, wieder auf den Platz...

Kuriose Einladung an Arsenal-Star

Nachdem Jack Wilshere nicht in Englands WM-Kader berufen wurde, erhält er auf Twitter eine Einladung von einem Fan zum gemeinsamen WM-Schauen.

Auf den Sportplatz. Fertig. Los.

vereinsleben.de und Lotto Rheinland-Pfalz präsentieren Euch die Sporthighlights am Wochenende. Was ist auf den rheinland-pfälzischen Sportplätzen los?