Das Rennen seines Lebens

Marathon-Läufer verpasst den Start und gewinnt trotzdem

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 15. September 2015

Quelle: Shutterstock.com

Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo wollte beim "16. Fränkischen-Schweiz-Marathon" zeigen was er kann. Dumm nur: Er verpasste den Start!

Dieses Rennen wird Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo wohl immer in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Monatelang hatte sich der gebürtige Äthiopier auf diesen Marathon vorbereitet. Als es dann endlich soweit war und er den Startbereich betrat, durfte er allerdings etwas geschockt gewesen sein. Außer ihm war nämlich kein anderer Läufer zu sehen.

 

Start verpasst

Das lag aber nicht daran, dass sonst niemand mitlaufen wollte. Der 26-jährige Afrikaner hatte schlicht und einfach die falsche Start-Uhrzeit im Kopf. Im Interview mit Spiegel-Online sagte er: "Ich dachte eigentlich, dass das Rennen erst um 9.30 Uhr beginnt. Deswegen bin ich zu 8.35 Uhr mit dem Zug angereist. Leider begann es aber schon um 8.30 Uhr." Die anderen Teilnehmer waren schon los gelaufen und so nahm Nagahoo dann mit über fünf Minuten Rückstand die Verfolgung auf.

 

Screenshot Twitter / Spiegel Online Alles

Erste Läufer wieder in Sicht

Nach fünf Kilometern habe er dann die ersten Läufer wieder in Sichtweite gehabt, nach neun die ersten überholt, erzählt der Afrikaner weiter. "In dem Moment habe ich realisiert, dass noch etwas gehen könnte." Und es ging tatsächlich noch etwas. In einer Zeit von 2:34 Stunden gewann er am Ende das Rennen noch sensationell.

 

1,5 Stunden zur Schule gelaufen

Vor über vier Jahren musste Nagahoo über Kenia nach Belgien fliehen. Seit Januar 2014 wohnt er in Hof an der Saale, nahe der tschechischen Grenze. Ein Profi-Marathonläufer sei er allerdings nicht: "Wirklich professionell bin ich nie gelaufen. Besonders geprägt hat mich meine Jugend in Afrika, als ich immer eineinhalb Stunden zur Schule laufen musste. Möglicherweise habe ich daher die gute Ausdauer. In meiner Zeit in Belgien habe ich fast drei Jahre keinen Sport betrieben, weil ich psychische Probleme hatte. In Deutschland habe ich dann das Training wieder aufgenommen."

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