Der Kampf um den FIFA-Thron

Wer schnappt sich Blatters Zepter

Veröffentlicht am Donnerstag, 25. Februar 2016
Quelle: wikimedia/Doha Stadium Plus Qatar

Prinz Ali bin al-Hussein

Den jordanischen Prinzen werden viele noch von der Präsidentenwahl aus dem vergangenen Jahr kennen. Bin-al Hussein trat am 29. Mai 2015 als einziger Herausforderer gegen Präsident Blatter an. Dieser war nur wenige Tage zuvor nach Korruptionsvorwürfen gegen einige Funktionäre und Ermittlungen durch das FBI ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Trotzdem blieb der umstrittene Blatter der Favorit. Zwar schaffte es bin al-Hussein im ersten Wahlgang noch auf 73 von 209 Stimmen. Zog aber vor dem zweiten Wahldurchgang seine Kandidatur zurück und überlies dem Schweizer Amtsinhaber den Thron.

 

Werdegang im Sport

Der Prinz kann trotz seines jungen Alters von 40 Jahren auf eine lange Karriere im Sport zurückblicken. Nachdem er in Großbritannien und in den USA studiert hatte wurde er 1999 Präsident des jordanischen Fußballverbandes. Außerdem ist er Präsident der west-asiatischen Fußballverbände und war zudem von 2011 bis 2015 Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee.   

 

Chancen nicht gestiegen

Der 40-jährige will die Wählerschaft, in Form der FIFA-Mitgliedsverbände mit diversen Versprechungen auf seine Seite ziehen. „Er sei der einzige der der Korruption im Weltfußball entgegentritt“ sagt der Prinz von sich selbst. Zudem kündigte er an sein gesamtes Salär an Hilfsorganisationen für wohltätige Zwecke zu spenden. Dennoch sind seine Chancen für eine erfolgreiche Wahl am Freitag wohl noch geringer als im letzten Jahr. Denn nicht nur im Asiatischen Heimatverband erfährt der Prinz nicht mehr die volle Rückendeckung. Und statt eines umstritten, mit Korruptionsvorwürfen behafteten Mannes im fortgeschrittenen Alter muss sich bin al-Hussein nun gegen vier Kandidaten erwehren die ebenfalls neuen Lack auf die Marke FIFA sprühen wollen.

 

Neuste Wahlkampf-Forderung

Die neuste verrückte Idee des Prinzen: gläserne Wahlkabinen bei der Stimmenabgabe der FIFA-Mitgliedsverbände, ansonsten solle die Wahl am Freitag abgesagt werden. Diesen Antrag stellte der Jordanier nun beim Sportgerichtshof. Dadurch solle eine größere Transparenz entstehen und die Einflussnahme verhindert werden. Handys und andere Kommunikationsmittel in der Wahlkabine sind dieses Mal jedoch ohnehin untersagt, wie die FIFA mitteilte. Ob sich die Wahl-Chancen des Prinzen nach dieser kuriosen Forderung erhöhen darf bezweifelt werden.

     

Quick-Facts

Name: Prinz Ali bin Al-Hussein

Alter: 40 Jahre

Nationalität: Jordanien

Verband:  Jordanischer Fußballverband (JFA)

Konföderation: Asien ( AFC)

Die Versprechen: Mit Mut der Korruption im Weltfußball entgegentreten, FIFA-Salär an Hilfsorganisationen spenden  

Bekannte Unterstützer: Vereinzelte stimmen aus Asien, die Verbände aus Ägypten und Lyberia  

Chancen: Sehr gering 

 

Hier findet Ihr die anderen bisher vorgestellten Kandidaten der FIFA-Präsidentenwahl: 

Gianni Infantino

Tokyo Sexwale

Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa

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