Zum Start der neuen Formel 1 Saison

Pleiten, Pech und Pannen

Veröffentlicht am Mittwoch, 27. April 2016
Quelle: Natursports / Shutterstock.com

Am 20. März startet in Melbourne mit dem Großen Preis von Australien die neue Formel 1 Saison. Insgeheim freuen sich viele Fans neben 20 hoffentlich spannenden Rennen auch wieder auf die Eine oder andere Panne zum Schmunzeln. Von denen gab es in den vergangenen Jahren genügend. Hier eine kleine Auswahl.  

Michael Schumacher nimmt den Mechaniker auf die Schippe

Auch Formel 1-Rekordweltmeister und Rennfahrerlegende Michael Schumacher sorgte schon für einen Fauxpas in der Boxengasse. 1998 fuhr Schumi seinen Ferrari-Mechaniker an, dieser erlitt bis auf einen gebrochenen Fuß aber keine schwereren Verletzungen zu.

 Quelle: youtube.com/Kanal von RedBullTobiSchumi 

Die Sache mit dem Tankschlauch

Beim Nachtanken haben einige Formel 1 Fahrer schon für die ein oder andere peinliche Panne gesorgt. Bei der Premiere des Nacht-GPs von Singapur etwa, im Jahr 2008 hatte es Felipa Massa wohl etwas eilig. So fuhr der Brasilianer bereits wieder los obwohl der Schlauch noch im Tank steckte.

Doch die Schuld trug Massa nicht allein, den eine Ampel gab Massa zu früh das Signal zum weiter fahren. Am Ende der Boxengasse bemerkte Masse seinen Fauxpas und seine nachgeilten Mechaniker entfernten den Tankschlauch mit Mühe und Not. Ein ähnlich peinliches Malheur wiederfährt ein Jahr zuvor auch Christjan Albers. Der Spyker-Pilot vergisst beim Boxenstop den Tankschlauch und zieht diesen beim Losfahren mit heraus.

 

Der Rammstoß von Jerez

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein! Auch davon kann Michael Schumacher ein Liedchen singen. 1997 ist es das Mega-Duell um den Weltmeistertitel in der Formel 1: Jaques Villneuve gegen Michael Schumacher. Beim Finale in Jerez, Spanien kommt es zum großen Showdown und zur WM-Entscheidung. Der große Preis von Jerez stellt dabei aber ein dunkles Kapitel in der sonst so glanzvollen Karriere Schumachers da. Als in Runde 47 sein Rivale Villneuve zum Überholen ansetzt, und der bisher führende Schumacher ab diesem Moment seinen Weltmeistertitel los gewesen wäre rammt der Ferrari-Pilot seinem kanadischen Konkurrenten in die Seite. Doch Schumis Plan geht nicht auf, während Schumi im Kiesbett stecken bleibt kann Villneuve das Rennen zu Ende fahren und wird Weltmeister. Für Schumacher kommt es noch dicker: Neben einer saftigen Strafe durch die Rennleitung verspielt er die Sympathien bei vielen seiner Fans. 

Bild:David Acosta Allely/Shutterstock.com

Tierische Besucher

„Who let the Dog out?“ werden sich Fahrer, Mechaniker und Besucher 2011 in Indien gedacht haben. Beim Freien Training hatten sich mehrere Hunde auf die Strecke und das Rennen musste vorübergehend abgebrochen werden.  Beim Großen Preis von Australien machte auch Toro-Rosso Pilot Jean Eric Vergne ungewollt tierische Bekanntschaft. Ein Schwarm Möwen kreuzte die Fahrlinie des Franzosen, Fahrer und Tiere blieben jedoch zum Glück unversehrt.   

Hamilton legt Auto lahm

Zurzeit ist er die dominierende Figur im Formel1-Klassement. Lewis Hamilton geht als amtierender Champion in die neue Saison. Insgesamt drei WM-Titel konnte der Mercedes-Pilot bereits feiern, den ersten 2008 nach einem Renn-Thriller in Sao Paulo. Doch auch schon ein Jahr zuvor hatte der Brite beste Möglichkeiten auf den ersten Titel in seiner Debütsaison.

2007 ging Hamilton als Favorit um die WM-Krone in das finale Rennen in Sao Paulo. Doch der mittlerweile so abgeklärte Brite, zeigte Nerven. Schon am Start musste er die Titelkonkurrenten Alonso und Raikönnen passieren lassen. Es folgte ein Verbremser, der Hamilton jede Menge Plätze kostete und zu guter Letzt schaffte er es auch noch seinen Boliden lahm zu legen, nachdem er einen falschen Knopf an seinem Lenkrad betätigt hätte.  

Schumacher vs. Coulthard

Im Jahr 1998 finden die jahrelangen Duelle zwischen Michael Schumacher und David Coulthard ihren Höhepunkt. Beim Großen Preis von Belgien führt Schumacher im Ferrari das verregnete Rennen überlegen an. Als er Coulthard überrunden möchte passiert es: Schumi rast bei schlechter Sicht in Coulthards Heck und verliert seinen linken Vorderreifen, beide scheiden aus. In der Boxengasse angekommen kommt es zum Showdown zwischen den beiden. Wutentbrannt reißt Schumi sich die Funkstöpsel aus den Ohren und stürmt in Richtung McLaren Box. Er wirft dem Schotten vor absichtlich auf der Ideallinie gebremst zu haben. Schlimmeres als ein kurzes Handgemenge können die Mechaniker beider Lager dann aber verhindern. Untersuchungen der Rennkommission ergaben einige Tage später das Coulthard kurz vor dem Aufprall zwar nicht gebremst habe, jedoch auf der Ideallinie sehr langsam unterwegs gewesen sei. In einem Vier-Augen Gespräch sprachen sich die beiden kurze Zeit später schließlich aus. Doch beste Freunde wurden Schumacher und Coulthard nie, der Schotte beendete seine Formel 1-Karriere 2008, Schumacher 2012.  

Hamilton will beim Ex-Team Reifen holen

 

Bild:  Jimenez/ Shutterstock.com

Die Fahrt in die Boxengasse und der anschließende Boxenstopp mit Reifenwechsel, Tanken oder Kotflügelwechsel birgt viele Gefahren und ist nach wie vor eine der häufigsten  Fehlerquellen.  Lewis Hamilton, sorgte beim Großen Preis von Malaysia 2013 für den amüsantesten Boxenpatzer der Saison. Der damalige Neuzugang des Mercedes GP Teams  wollte in Runde 8 zum Reifenwechsel und hielt aus lauter Gewohnheit in der Box seines Ex-Teams McLaren Mercedes. Diese waren zunächst so verdutzt das man zuerst Hamiltons Dieser entschuldigte sich anschließend bei seinem neuen Team.

 

Quelle: youtube.com/FiccoreEntertainment

Heidefeld rammt das Medical Car 

Eine abgefahrene Autotür in der Formel 1? Schwer vorstellbar, denn schließlich haben die Formel 1 Boliden nicht mal Türen. Trotzdem gabs auch das schon in der Geschichte der Königsklasse. 2002 in Sao Paulo zerlegte Enrique Bernoldi seinen Boliden, der daraufhin Feuer fing. Schnell kam das Medical-Car zur Unfallstelle, genau wie der damalige Sauber-Pilot Nick Heidfeld. Der sieht den Wagen zu spät und rauscht in die kurz zuvor geöffnete Fahrertür des Medical-Cars. Alle Beteiligten blieben unverletzt, nur die Tür und der Codeflügel waren Schrott.    

Quelle: youtube.com/Nukokatze

Webbers Salto Crash

In Schockstarre verfielen sämtliche Zuschauer auf den Tribünen und vor den TV-Bildschirmen 2010 als Mark Webber auf sehr spektakuläre Weise seinen Red-Bull Boliden zerlegte. Mit Tempo 300 hob der Austraslier in seinem Boliden ab und schlug einen Salto. Anschließend prallte das Wrack gegen einen Reifenstapel, Webber überstand den Crash wie durch ein Wunder unverletzt. 

Quelle: youtube.com/Nicky Van der Merwe

Wenn keiner an der Box ist

Da staunte die McLaren-Crew nicht schlecht, als beim Großen Preis  von Australien plötzlich Mika Häkkinen, unvermittelt in Runde 36 an die Box kam. Staunen dann auch im Cockpit, die Mechaniker standen nämlich nicht parat. Erst 2007 lüftete Ron Dennis das Geheimnis: Jemand hatte sich in den Funk gehackt und Häkkinen an die Box gerufen. McLaren stellte mittels Teamorder die Reihenfolge wieder her und Häkkinen gewann das Rennen am Ende.

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