Hannelore Brenner

Die Königin der Para-Dressurreiterinnen

Verbandsnews > Landessportbund Rheinland-Pfalz Veröffentlicht am Montag, 15. August 2016

Quelle: Hannelore Brenner (2.v.l.) - Archiv Landessportbund

In der neuen Serie "Das Team Rio RLP" stellen wir Euch die Atlethen vor, die für das Bundesland Rheinland-Pfalz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio nach Medaillen greifen wollen.

Hannelore Brenner aus Wachenheim ist die mit Abstand erfolgreichste deutsche Para-Dressurreiterin und gewann in ihrer Karriere bisher 36 Medaillen bei Großereignissen: „Die Zahl ist zwar schon faszinierend aber es kommt mir gar nicht so sehr darauf an  – jeder Wettkampf stellt immer eine neue Herausforderung dar“ , sagt sie im Gespräch mit der "Sport InForm", dem Magazin des Landessportbunds.

London besonders in Erinnerung

Als ihre schönsten Erfolge nennt Brenner Hongkong 2008, wo im Rahmen der Olympischen Spiele in Peking die Reiterspiele ausgetragen wurden, sowie die Olympischen Spiele von London 2012: „Das ganze Ambiente war einfach grandios, weil die Engländer eine Pferdenation sind. Die Organisation war perfekt und wir hatten da zum ersten und wahrscheinlich einzigen Mal ein volles Stadion. Mit Leuten, die dafür bezahlt hatten und diesen Wettkampf wirklich sehen wollten.“

Für die Paralympics 2016 in Rio werden die Nominierungen so kurzfristig wie möglich erfolgen, um Verletzungen und andere Risiken möglichst auszuschließen, aber Brenner weiß, dass ihre Chancen für eine Teilnahme in Brasilien nicht allzu schlecht sind. Bis Olympia steht noch ein Highlight auf dem Programm, bei dem es eine weitere Möglichkeiten geben wird, sich für Rio zu empfehlen: „Höhepunkt in diesem Jahr sind die Europameisterschaften Mitte September in der Normandie, im französischen Deaville. Dass wir nicht bei der EM der Nicht-Behinderten im Juli in Aachen teilnehmen durften – wo Springen, Dressur, Voltigieren, Western-Reiten usw. auf dem Programm standen – ist sehr schade. Aachen hatte uns bewusst nicht reingenommen, es sah sich dazu nicht in der Lage. In meinen Augen ist das ein absolutes Armutszeugnis. Ich vermute, dass da die kommerziellen Hintergründe entscheidend sind. Dressurreiten ist sowieso eine Randsportart – und Para-Dressurreiten noch mehr.“

Oldie but Goldie

In Rio wäre Hannelore Brenner 53 Jahre alt. Ihr Alter empfindet sie allerdings nicht als Beeinträchtigung: „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich körperlich abbaue, dass ich steifer werde oder mir das Reiten schwerer fällt. Ich habe das Gefühl, dass ich jedes Jahr dazulerne. Solange ich das Gefühl habe, dass es vorwärts geht und ich mein Reiten verbessern kann, habe ich nicht die Absicht, meine Karriere zu beenden. Dressurreiten ist kein Sport, der langweilig wird. Niemals. Ich höre dann auf, wenn ich keine Lust mehr habe oder schlechter werde. Bei den Olympischen Spielen in London war ja auch ein 70-Jähriger dabei…“

Eine Medaille nimmt sich Brenner für Rio 2016 aber nicht vor. Das macht sie generell nie. Sie möchte sich und ihr Pferd so gut wie möglich präsentieren um dann zu schauen, was die Konkurrenz macht.

Das komplette Interview mit Hannelore Brenner könnt ihr in der Ausgabe 03/2015 der "Sport InForm" lesen.

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