Freie Fahrt nach Rio

Miriam Welte

Veröffentlicht am Montag, 15. August 2016
Quelle: Nicola / Wikimedia

Die Motivation der beiden Bahn-Rad-Sprinterinnen Miriam Welte und Kristina Vogel wächst von Jahr zu Jahr. Sie bereiten sich für die Olympischen Spiele 2016, die in Rio stattfinden werden, vor und trainieren bis zu 35 Stunden pro Woche.

 

„Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen“

Bei der WM in Paris lief es für die beiden Bahnrad-Sprinterinnen Titelverteidigerinnen  Miriam Welte und Kristina Vogel nicht optimal. Die beiden verfehlten nur durch wenige hundertstel Sekunden einen Platz auf dem Podest.  Miriam Welte: „Wir waren enttäuscht und wir waren traurig. Aber ich denke aus so einer Niederlage geht man auch wieder gestärkt hervor“, erzählt sie im Interview mit der "SportInForm", dem Magazin des Sportbund Rheinland-Pfalz." Der Druck ist natürlich extrem hoch, wenn in den letzten 3-4 Jahren alles gewonnen wurde. Dennoch erwartet die 28-Jährige von sich selbst am meisten und ist von Jahr zu Jahr noch motivierter.

 

Ziel ist es bis Rio verletzungsfrei durchzukommen

Im August hatte Welte eine Verletzung am Oberschenkel. Zurzeit fühlt sie sich fit und war auf Mallorca um Grundlagen zu legen. Trainer ist ihr Stiefvater, sodass das Vertrauensverhältnis einwandfrei ist. „Wenn er mir ins Gesicht schaut, dann sieht er, ob ich einen guten oder schlechten Tag habe.“  Er passt das Training genau auf sie an, sie arbeiten im Team und vergessen auch nicht den Spaß dabei.

Während dem Trainingslager trainiert Welte zwischen 28 und 35 Stunden pro Woche. Bis Rio ist ihr Ziel weitere drei kg Muskelmasse an Arme und Beine zuzulegen, die sie verletzungsbedingt verloren hatte. Vor Rio stehen unter anderem die Deutschen Meisterschaften an, für die die Vorbereitung relativ kurz ist. „Bei der DM wollen wir zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, gute Zeiten zu fahren“, so Welte. Alles was für sie zählt ist Rio.

 

Dieses Jahr gewinnen wir auch ohne die Disqualifikation der Chinesinnen den Teamsprint

Vor der Entscheidung im Februar 2016, wer nach Rio fahren darf hat Welte keine Bedenken. Es dürfen fünf europäische Mannschaften zu den Olympischen Spielen, ihr Team steht auf der Welt-Rang-Liste auf Platz drei und in Europa auf Platz 2.

Die Motivation auch dieses Jahr wieder die Goldene Medaille zu holen ist noch höher, da sie nicht mehr hören wollen, dass sie nur im Jahr 2012 Gold holen konnten, weil die Chinesinnen disqualifiziert wurden. „Es wäre einfach ein tolles Gefühl wenn man direkt gewinnt.“ Sie möchte den Moment genießen, in dem Sie Olympionike ist und wissen, dass sie die schnellste Zeit hatte.

Das ganze Interview mit Miriam Welte lesen Sie in der April-Ausgabe des Magazin "SportInForm“

 

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