Kinder fördern

Die Wichtigkeit von Kinderturnen

Veröffentlicht am Mittwoch, 27. April 2016
Quelle: Shutterstock

Früher war es nahezu selbstverständlich, dass Eltern ihre Kinder ins Kinderturnen schickten. Heute geht die Zahl der Kinder in den Vereinen immer mehr zurück. Dabei hat der Sport für die Kleinen durchaus eine Menge Vorteile, wie Kinderarzt und Experte für Sportmedizin Dr. Markus Reuland aus Neuwied-Engers verrät.

 

Bewegung fördern

Speziell die Motorik, also die Fähigkeit sich zu bewegen sei von enormer Bedeutung: „Heutzutage wird sie immer schlechter bei den Kindern. Das kann man stark beobachten. Sie machen zu oft andere Sachen wie Fernsehen gucken oder am Tablet spielen. Das sehe ich selbst schon hier in der Praxis, dass Kinder mit so etwas ankommen. Dadruch gehen sie natürlich auch immer weniger raus vor die Tür.“ Durch die vielen unterschiedlichen Übungen und Bewegungsmöglichkeiten erlernen Kinder so schnell wie sie sich bewegen können und trainieren dabei sogar noch die Bewegegunsfähigkeit.

 

Auch die Charakterbildung steht im Vordergrund

Neben der Motorik wird beim Kinderturnen auch der Charakter gefördert, wie Dr. Reuland erklärt: „Sie lernen sich in eine Gruppe einzufügen, ‚jetzt ist erstmal der dran, dann der zweite, dann ich‘ somit also auch mal zu warten.“ Auch das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein der Kinder wird durch die Angebote der Vereine gefördert. „Dadurch, dass sie auch mal etwas ohne die Mutter machen, lernen die Kinder schon früh, sich selbst zu behaupten. Das ist für das Selbstbewusstsein schon ganz gut.“

 

Zu viel Bewegung gibt es nicht

Wer Angst hat, dass er als Elternteil sein Kind überfordern könnte, kann ganz beruhigt sein. „Ein Kind, das man selbst entscheiden lässt, ob es das machen möchte oder nicht und wie oft, das überfordert sich in der Regel nicht“, so Reuland. Erst mit dem Ehrgeiz komme die Gefahr der Überforderung. Und diese gehe meistens von den Eltern aus, wie Dr. Reuland erläutert. „Überfordert werden Kinder nur wenn der Ehrgeiz kommt. Und das fängt meistens natürlich mit dem Ehrgeiz der Eltern an.“ Auch die Sportart trage ihren Teil zu einer Überforderung bei. „Beim Fußball geht es heutzutage ja fast nur noch auf Leistung. Und dann kann man ein Kind auch überfordern.“  

Wer sein Kind nun allerdings frei entscheiden lässt, welche Sportart und wie oft er sie machen möchte, der braucht keine Angst zu haben. In dieser Form kann der Sport nur förderlich sein.

 

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