In der Ruhe liegt die Kraft

Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Mai 2016
Quelle: Shutterstock

Regelmäßiges Training und Bewegung ist für unseren Körper enorm wichtig. Auch dass ausreichende Pausen absolut notwendig sind, ist den Meisten mittlerweile bekannt. Doch wie lange sollte man zwischen den Trainingseinheiten pausieren? Was sollte man im Anschluss an das Training unbedingt vermeiden? Und wie kann ich meinem Körper danach etwas Gutes tun?

Einer der die Antworten auf diese Fragen ganz genau kennt, ist Mike Steverding. Er ist Physiotherapeut und Athletiktrainer der österreichischen Nationalmannschaft und bereits seit 2002 für den ÖFB tätig. Wir haben mit ihm gesprochen:

 

vereinsleben.de: Herr Steverding, wie wichtig ist denn jetzt nun die Pause nach dem Sport?

Mike Steverding: Die ist genauso wichtig wie der Trainingsreiz. Ohne Pause kann der Körper diesen gesetzten Trainingsreiz nicht verarbeiten. Ich möchte ja den Körper stören in seiner Balance. Und in dieser gestörten Balance soll dann als Trainingseffekt eine verbesserte Leistung entstehen und diese wird in der Pause aufgebaut. Ohne Pause kein Erfolg.

 

vereinsleben.de: Wie lange sollte ich zwischen den Einheiten warten? Gibt es da eine „optimale Zeit“?

Mike Steverding: Das ist widerum abhängig davon, welchem Trainingsreiz den ich setze. Bei einem Ausdauertraining im moderaten Bereich ist es etwas weniger lang, das würde sogar innerhalb von 12-24 Stunden liegen. Das heißt ich könnte jeden Tag einen solchen Reiz setzen. Beim Fitnesstraining, moderat, sehr gesundheitsorientiert, kann ich ebenfalls alle 12-24 Stunden neue Reize setzen. Bei harten Krafttraining sollte man mindestens 48 Stunden vergehen lassen, bis man wieder einen neuen Trainingsreiz setzt, damit das Gewebe sich entsprechend entwickeln kann.

 

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vereinsleben.de: Was sollte man denn nach dem Training auf gar keinen Fall machen?

Mike Steverding: Alles was stresst! Das kann unter anderem sein, dass ich abends noch feiern gehe und meinem Körper somit eben nicht die Ruhe gebe. Also eher alles moderat und angepasst, dass der Körper entsprechend keine Störung erfährt.

 

vereinsleben.de: Gibt es denn etwas, dass der Regeneration besonders gut dienlich ist?

Mike Steverding: Prinzipiell ist das wichtigste viel Flüssigkeit. Auf der anderen Seite natürlich, wenn ich jetzt zum Beispiel Muskeln aufbauen möchte, muss ich natürlich auch Proteine zuführen. Das heißt ich sollte, wenn ich ein Krafttraining gemacht habe, mal ein Stück Fleisch mit natürlichen Kohlenhydraten, keine groß-kettigen Kohlenhydrate wie Einfachzucker, sondern eher mal gedünstetes Gemüse dazupacken und dann habe ich meinem Körper dass, was ich vorher ausgeschöpft habe, wieder zugeführt und die Speicher wieder aufgefüllt. Damit bin ich dann relativ gut aufgestellt.

 

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