Hartplatz statt EM-Startplatz

Die Unterschiede zwischen Amteur- und Profivereinen

Veröffentlicht am Donnerstag, 14. Juli 2016
Quelle: shutterstock.com

Wir haben uns gefragt, wo genau die Unterschiede zwischen den „kleinen Dorfvereinen“ bis hin zu den Profi-Klubs liegen. Um mehr zu diesem Thema zu erfahren, haben wir den ehemaligen deutschen Nationalspieler Hans Peter Briegel befragt. Er bestritt 240 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern, gewann unter anderem die italienische Meisterschaft und feierte seinen Karrierehöhepunkt als Spieler mit dem Gewinn der Europameisterschaft 1980. Nach seiner aktiven Zeit widmete er sich weiterhin dem Fußball und trainierte zuerst Amateur-, dann Profi-Teams.

 

Talent ist das Wichtigste

„Am Anfang habe ich mit dem SV Rodenbach in der Woche zwei Mal trainiert, daraufhin mit dem SV Edenkoben vier Mal. Das steht natürlich in keinem Verhältnis zu größeren Vereinen, wo man natürlich ganz anderes Training macht. Hier hat man im Prinzip nur einen freien Tag in der Woche und deshalb sind das dann auch Profis“, erklärt Briegel, der vom September 1999 bis Juni 2000 den türkischen Top-Klub Besiktas Istanbul trainierte.

 

Hans Peter Briegel (Quelle: Lotto Rheinland-Pfalz)

 

Über die unterschiedlichen Voraussetzungen erklärt Briegel: „Wenn Spieler in Amateurligen spielen, dann hat das meistens den Grund, dass sie einfach weniger talentiert sind, als die den Sprung zum Profi schaffen. Wer natürlich in den unteren Klassen besonders herausragt, kann den Sprung nach oben auch noch später schaffen, das geschieht auch heute noch ab und an." Einen Unterschied in den einzelnen Charackteren sieht Briegel allerdings nicht. "In großen wie in kleinen Vereinen trifft man auf zufriedene oder unzufriedene, sowie auf arrogante und nicht arrogante Spieler.“

 

Stetiger Fortschritt trägt langsam Früchte

Auch das albanische Nationalteam konnte bei der diesjährigen Europameisterschaft als EM-Neuling überzeugen. Nur knappe Niederlagen gegen den Gastgeber aus Frankreich und die Schweiz und ein Sieg gegen Rumänien reichten am Ende zum dritten Platz in Gruppe A, mit dem man nur knapp am Achtelfinale vorbeischrammte. Hans Peter Briegel war bis 2006 vier Jahre lang Nationaltrainer von Albanien und feierte durchaus Achtungserfolge gegen größere Mannschaften. Auf die Frage, ob er der „Vater des Erfolgs“ ist, antwortet er: „Vom Vater des Erfolgs zu sprechen wäre auf jeden Fall falsch. Gerade noch zwei Spieler die damals unter mir spielten, stehen heute noch im Kader der albanischen Nationalmannschaft. Natürlich haben wir damals ein bisschen Entwicklungshilfe geleistet. Aber auch die Arbeit der anderen Trainer die in der Zwischenzeit da waren, haben diese positive Entwicklung stetig mit aufgebaut.“

 

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