Virenplage schockt Sportler

Ist Olympia in Gefahr?

Ratgeber > Sport mit Verantwortung Veröffentlicht am Mittwoch, 27. Juli 2016

Quelle: Wikipedia/Ed (supergolfdude)/CC BY-SA 2.0

Viele Sportler haben sich dazu entschieden nicht an Olympia teilzunehmen, aber wieso überhaupt?

Sicher habt ihr euch schon Gedanken darüber gemacht, ob ihr jetzt einen Brasilien Urlaub machen solltet oder nicht. Großes Thema hierbei ist das Zika-Virus, vor dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt. Dabei handelt es sich um einen Virus, der durch Stechmücken übertragen wird. Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und manchmal Fieber sind Symptome. Im Vergleich zu anderen tropischen, mückenübertragenden Erkrankungen werden diese aber als milder ausgeprägt beschrieben. Die größte Gefahr besteht aber für Schwangere, da der Virus bei Ungeborenen zu einer Hirnfehlbildung, wie zuletzt bei einem spanischen Baby, führen kann.

Ob Olympia dadurch gefährdet ist, wird im Moment stark verneint, da es sich um eine geringe Ansteckungsgefahr handeln soll. Trotzdem stellen viele Verbände ihren Sportlern frei, ob sie an Olympia teilnehmen oder nicht. Namenhafte Absagen gab es bis jetzt von Golfstar Rory McIlroy (Golf, Großbritanien), Pau Gasol (Basketball, Spanien) und Tejay van Garderen (Radsport, USA). Weitere Absagen gab es zuhauf, aber nicht viele wollen sich auf den Zika-Virus beziehen.

 

Quelle:pixabay/Wikilmages/CC0 Public Domain

 

Dr. Klaus Gerlach kennt den Zika-Virus

"Wir wissen bis jetzt noch wenig über das Zika-Virus, aber wir wissen, dass es vor allem bei ungeborenen Kindern zu Schädigungen kommen kann." so Dr. Gerlach. Während der Schwangerschaft kann sich die Mutter an dem Virus infizieren und überträgt es dabei auf das Kind. Dies kann zu Fehl- und Missbildungen beim Kind führen. Übertragend wird es durch die Mücke auf den Menschen, was schnell vorkommen kann bei der momentanen Mückenplage in Südamerika. Der Mensch kann dann das Virus auf andere Menschen übertragen. Der Sport- und Allgemeinmediziner sagt weiter: "Schutz davor ist schwer zu gewährleisten, aber man kann durch Sprays und Cremes versuchen die Mücken von sich fern zu halten. Daher kann ich die vielen Absagen verstehen, da man sich nicht sicher sein kann, wie schnell man das Virus bekommen kann. Falls sie in Südamerika in letzter Zeit Urlaub gemacht haben und gestochen wurden, empfehle ich ihnen drei Monate geschützten Geschlechtsverkehr zu haben und einen Arzt aufzusuchen."

Wir wünschen allen Sportlern in Brasilien neben viel Erfolg, auch das sie bei voller Gesundheit bleiben.

 
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