Neue Führung für den SBR

Erste Präsidentin der Geschichte

Veröffentlicht am Dienstag, 14. Juni 2016
Quelle: Sportbund Rheinland

Monika Sauer ist neue Präsidentin des Sportbundes Rheinland (SBR). Die SBR-Mitgliederversammlung in Idar-Oberstein sprach der Koblenzerin mit überwältigender Mehrheit (eine Gegenstimme und fünf Enthaltungen) das Vertrauen aus. Sauer ist damit die erste Frau an der Spitze des SBR seit dessen Gründung im Jahre 1949.

Die Neuwahl wurde notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber, Fred Pretz, nach neun Jahren aus persönlichen Gründen sein Amt niedergelegt hatte. Fred Pretz wurde von der Mitgliederversammlung für seine außergewöhnlichen Verdienste im Sport als Ehrenpräsidenten des SBR gewählt.

Der SBR ist der Dachverband des organisierten Sportes im nördlichen Rheinland-Pfalz. Ihm gehören rund 630.000 Mitglieder in 3.200 Vereinen an.

 

"Sind sehr gut aufgestellt"

Wir haben nach ihrer Wahl mit ihr gesprochen und mal abgeklopft, wo die Reise für den Sportbund unter Führung der  nun hin geht:

vereinsleben.de: Frau Sauer, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl! Wie fühlen Sie sich nun?

Monika Sauer: Vielen Dank! Eigentlich genauso ruhig wie vor der Wahl. Aber trotzdem freue ich mich sehr, dass das Abstimmungsergebnis doch so überwältigend war. Und dass es keine Gegenkandidaten gegeben hat, ist ein sehr beruhigendes Gefühl. Und da freut man sich auch darüber.

 

vereinsleben.de: Haben Sie damit gerechnet, dass das Ergebnis so deutlich ausfällt?

Monika Sauer: Nein, da bin ich ganz ehrlich. Ich bin sicher im Sport sehr gut bekannt und da weiß man auch, dass man nicht immer nur bequem sein kann. Zum „Schön-Stehen“ bin ich auch nicht da, auch wenn man das von Frauen manchmal erwartet. Desshalb habe ich es auch nicht erwartet, dass das Ergebnis so überwältigend sein würde. Aber es ist ein gutes Gefühl, das gebe ich zu.

 

Volles Haus bei der Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinland in Idar-Oberstein (Bild: vereinsleben.de)

 

vereinsleben.de: Wie sehen denn Ihre ersten Amtshandlungen aus?

Monika Sauer: Damit ich weiß, was an Aufgaben und Terminen auf mich zu kommt und wa in der nächsten Zeit besonders wichtig ist, möchte ich zunächst erst einmal ein Gespräch mit unserem Geschäftsführer führen. Dann möchte ich gerne das gesamte Personal vom Haus des Sportes zusammenholen und mich dort in meiner neuen Position auch noch einmal vorstellen. Ich möchte immer ein offenes Ohr für das Personal haben. Danach werde ich mein Präsidium zusammen holen und wir werden uns für die Zukunft gemeinsam aufstellen, da wir schon Ideen haben, was im Sport verändert werden sollte. Das werden wir dann gemeinsam besprechen.

 

vereinsleben.de: Wie sieht es denn mit Ihren langfristigen Plänen aus?

Monika Sauer: Dadurch dass ich schon so lange im Präsidium sitze, habe ich eigentlich schon mitgestalten dürfen. Der Sportbund Rheinland ist sehr gut aufgestellt und dabei möchte ich es in der Zukunft auch gerne belassen. Natürlich wird es immer Veränderungen geben, das ist klar. Es muss aber auch Veränderungen geben, aber im Großen und Ganzen bin ich davon überzeugt, dass wir sehr gut aufgestellt waren, sehr gut aufgestellt sind und dass möchte ich natürlich beibehalten.

 

vereinsleben.de: Was sind für Sie Ihre größten Ansatzpunkte im Zusammenhang Sport und Verbandsarbeit?

Monika Sauer: Ganz wichtig ist auch weiterhin der Leistungssport, zum Beispiel die Teilnahme an Olympischen Spielen. Allerdings nur von sauberen Sportlern! Da habe ich immer für gekämpft und da ich aus dem Leistungssport komme, ist dieses Gebiet für mich immer ganz wichtig. Auch für die Sportlerinnen und Sportler die im Leistungssport groß werden ist es hinterher ein großer Vorteil, da sie viele Verbindungen bekommen, die ihnen helfen können, berufilch auf soliden Beinen zu stehen. Dazu muss auch die Förderung stimmen.

Dann müssen wir zusehen, dass wir die Integration und die Inklusion auch weiterhin vorantreiben. Durch die Flüchtlingslage ist diese Sache besonders aktuell ganz wichtig. Wobei ich hier nicht von Integration sprechen möchte, sondern erst einmal von Berührung und Annährerung an den Sport. Aber viele werden ja trotzdem in Deutschland bleiben und unsere Aufgabe ist es, dass sie trotzdem gut aufgenommen werden.

Dazu darf die Menschlichkeit im Sport nicht verloren geht! Das finde ich auch einen ganz wichtigen Faktor.

 

Das Interview führte Dominik Seel

 

 

Monika Sauer im Kurzporträt:

Alter: 65 Jahre

Wohnort: Koblenz

Heimatverein: Coblenzer Turngesellschaft 1880 (CTG)

Lieblingssportarten: Ski alpin, Tennis, Schwimmen, Radfahren, Volleyball, Surfen, Wandern

Ehrenamtlicher Werdegang im Sport:

  • Einsatz bei den Olympischen Spielen 1972
  • Bundeskampfrichterin im Kunstturnen (bis 1982)
  • 1. Vorsitzende der CTG seit 1991
  • Ehrenvorsitzende des Stadtsportverbandes Koblenz
  • Vizepräsidentin des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (2000-2004)
  • Mitgründerin des Aussschuss „Integration“ im Landessportbund Rheinland-Pfalz
  • Vizepräsidentin im Sportbund Rheinland (1998-2016)

Ehrungen im und durch den Sport:

  • Ehrennadel des Sportbundes Rheinland in Gold im Jahr 2000
  • Sportplakettte des Landes Rheinland-Pfalz (2003)
  • Silberene Ehrenplakette des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (2013)
  • Bundesverdienstkreuz am Bande (2014)

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