Gegen den Antisemitismus

Sportnews > Wusstet ihr schon Veröffentlicht am Dienstag, 04. August 2015

Quelle: ©Rafael Herlich

Bei den Maccabi Games messen sich jüdische Sportler aus aller Welt. In diesen Tagen zum ersten Mal auf deutschem Boden - 70 Jahre nach dem Holocaust.

Die europäischen Maccabi Games werden alle vier Jahre in einer europäischen Großstadt ausgerichtet und finden jeweils zwei Jahre nach der Makkabiade in Tel Aviv in Israel statt. Dort wurden die Spiele 1932 zum ersten Mal ausgetragen, um auf den Ausschluss der Juden aus europäischen Turnvereinen zu reagieren. Während der Zeit des Nationalsozialismus fiel die Makkabiade in Israel aus, seit 1950 treffen sich die jüdischen Athleten aber wieder regelmäßig um sich in den verschiedensten Sportarten zu messen. Mit dabei sind neben den gängigen Sportarten wie Fußball, Basketball, Schwimmen und Volleyball auch exotischere Disziplinen wie Bridge, Ten Pin Bowling oder Squash. 

Dass die Maccabi Games nun zum ersten Mal auf deutschem Boden ausgetragen werden ist kein Zufall: Der Holocaust ist vor 70 Jahren zu Ende gegangen, in diesem Jahr feiern Deutschland und Israel 50 Jahre diplomatische Beziehungen und vor 50 Jahren wurde Makkabi Deutschland e.V. wiederbelebt.

Daher verwundert es nicht, dass Bundespräsident Joachim Gauck als Schirmherr die größte jüdische Sportveranstaltung Europas in der Berliner Waldbühne offiziell eröffnete. Darüber hinaus wird jede Sportart durch einen prominenten Sportpaten vertreten. Wie zum Beispiel das Schwimmen durch die ehemalige deutsche Profischwimmerin Sarah Poewe, die bei Olympia 2004 in Athen als erste Jüdin nach 1936 eine Olympische Medaille für Deutschland gewonnen hatte.

Vom 27. Juli bis 5. August sind etwa 2.300 Teilnehmer aus 36 Ländern zu Gast, wobei Deutschland mit 365 Sportlern die größte Delegation stellt.

 

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