Sport im römischen Reich

Veröffentlicht am Freitag, 14. August 2015
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Die römische Kaiserzeit ist die am besten dokumentierte Epoche des Altertums, weshalb zahlreiche detailierte Texte über die damalige Sportszene existieren.

Römischer Fußball

Die Römer entwickelten und betrieben etwa 200 v. Chr. ein als "Harpastum" bekanntes Ballspiel, welches 700-800 Jahre lang populär war und gespielt wurde.

Das römische Harpastum wurde von Julius Caesar und seinen Generälen als eine Art Militärtraining zur Verbesserung der körperlichen Fitness und Kampfbereitschaft der römischen Armee genutzt. Im Zuge der römischen Expansion verbreitete sich die Sportart mit den römischen Legionären in Europa und erreichte auch die Britischen Inseln. Antiken Überlieferungen zufolge soll es ein Harpastum-Match zwischen den Römern und den Britanniern gegeben haben. Nach dem Untergang des römischen Reiches existierte die römische Ballsportart in einigen Gegenden weiter oder wurde durch Einfluss neuer Spielideen weiterentwickelt. Die Ballspiele, die sich im Mittelalter in verschiedenen Ländern herausbildeten, gehen möglicherweise auf das Harpastum der Römer zurück.

 

Formen des Wettkampfes

Im Wesentlichen lassen sich im römischen Reich vier Bereiche der Wettkampfkultur unterscheiden:

munera gladiatoria – Gladiatorenkämpfe im Amphitheater

ludi circenses – Wagenrennen im Circus

certamina graeca – Übernahme griechischer Traditionen im Stadion

thermae – Ausgleichssport (Schwimmen, Ballspiele) in den Thermen

Die munera gladiatoria sind allerdings nicht mit dem modernen Sport gleich zu setzen, da die Teilnahme nicht freiwillig war und wegen der oft unterschiedlichen Bewaffnung der Kämpfer ein unfairer Leistungsvergleich stattfand.

 

Sport im  Kolosseum

Ein richtiges Wettkampfwesen wie in Griechenland existierte in Rom nicht. Die beliebten öffentlichen Spiele (ludi publici) im Kolosseum waren reine Schauveranstaltungen, deren Ursprung bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. zurück reicht und die ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. zu alljährlich stattfindenden Einrichtungen wurden.

 

Sport im Circus Maximus

Der Circus Maximus in Rom umfasste in der Hochzeit über 200.000 Zuschauer, die neben Wagen- und Pferderennen sowie Voltigier-Wettbewerben auch Faust- und Ringkämpfe zu sehen bekamen. Seit 264 v. Chr. kamen auch Gladiatorenkämpfe dazu, etwa 186 v. Chr. sogar Tierhetzen.

 

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Rom und die Olympischen Spiele

Im Jahre 80 v. Chr. ließ der Diktator Sulla die Spiele in Rom austragen, nachdem er Olympia und Delphi geplündert hatte, um seine Kriege zu finanzieren. 

Schillerndster Teilnehmer am olympischen Wagenrennen war Kaiser Nero, der bei den 211. Olympischen Spielen im Jahre 67 n. Chr. mit einem Zehnergespann auf der Rennbahn auftauchte. Obwohl er aus der Bahn flog und fast unter die Räder kam, erreichte er als Erster das Ziel, weil sich seine Gegner nicht trauten, ihn zu überholen.

 

Das Ende des Sports im antiken Rom

Die Wagenrennen verschwanden nach und nach aus dem Circus Maximus und fanden danach nur noch im Hippodrom von Konstantinopel statt. Die grausamen Gladiatorenkämpfe riefen zwar Zorn hervor, dennoch hatte Kaiser Konstantin keinen Erfolg, als er sie im Jahr 325 n. Chr. verbieten lassen wollte. Die letzten Gladiatorenschulen wurden 399 n. Chr. geschlossen, Kämpfe fanden aber noch bis 439 n. Chr. statt.

 

 

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