Die Sportart Schach?!

Was Dafür und was Dagegen spricht

Veröffentlicht am Freitag, 18. November 2016
Quelle: Shutterstock.com

Ist Schach ein Sport oder nicht? Diese Frage hat schon für so manche Diskussion gesorgt. Wir haben uns dieser kniffligen Frage mal angenommen und haben dazu eine klare Meinung entwickelt.

 

Was gilt überhaupt als Sport?

Im Duden hat das Wort "Sport" unter anderem folgende Bedeutung:

... nach bestimmten Regeln [im Wettkampf] aus Freude an Bewegung und Spiel, zur körperlichen Ertüchtigung ausgeübte körperliche Betätigung

Allein hier lassen sich schon erste Gründe festmachen, warum Schach tatsächlich als Sport zu zählen ist.

"... nach bestimmten Regeln"

Klar, Sport funktioniert wie so vieles nur mit festgelegten Regeln. So auch im Schach. Es ist festgelegt, welche Figur welche Bewegung machen darf, was passieren muss, damit ein Spieler die Partie gewinnt, auch die maximale Zeit, die ein Spieler für einen Zug hat ist vorgeschrieben.

"... aus Freude an Bewegung und Spiel"

Das Schach ein Spiel ist, ist unzweifelhat. Es gibt einen Gewinner und einen Verlierer. Also sind auch hier die Kriterien erfüllt.

 

Keine körperliche Betätigung

Menschen, die die Meinung vertreten, dass Schach kein Sport sei, machen ihre Behauptung meistens daran fest, dass es an körperlicher Betätigung fehle. Damit könne Schach kein Sport sein.

Dann müsste man aber wohl auch nochmal über Motorsport nachdenken. Auch da ist die körperliche Betätigung relativ gering. Und trotzdem würde nie jemand auf die Idee kommen etwa der Formel 1 den Status als Sport abzusprechen.

 

Weltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen (Bild: Frans Peeters / wikimedia / CC-BY-SA-2.0)

 

Geistige Herausforderung

Zugegeben, Schach ist körperlich nicht so anstrengend wie Fußball oder Basketball. Dafür ist die mentale und gedankliche Anstrengungskraft um einiges höher. Daher wird Schach im allgemeinen auch eher als Denksport bezeichnet und passt damit nicht in das Bild was die breite Masse von "traditionellem" Sport hat.

Dennoch, Schach weißt alle Eigentschaften auf, die andere Sportarten auch haben. Es gibt Vereine, Verbände, einen Ligabetrieb, sogar Weltmeisterschaften. Eine der wichtigsten Eigenschaften im Schach ist es, dass ein Sieg nicht von Glück oder Zufall abhängig ist. Allein das Können des Spielers ist ausschlaggebend für einen Sieg. Und anhand dieser lässt sich auch die Spielstärke eines einzelnen Spielers messen. Auch der Wettkampfgedanke, der im Sport eine große Rolle spielt, ist im Schach vorhanden.

 

Fazit: Schach ist eine Sportart

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Schach alles mitbringt, was im Sport dazu gehört, mit Ausnahme der tatsächlichen körperlichen Betätigung. Aber durch all die anderen Tatsachen, gilt Schach zurecht als Sport. Auch wenn die Diskussionen um dieses Thema wohl nie enden werden.

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