Sonne, Strand und Davis Cup

Der Kampf um den Klassenerhalt

Veröffentlicht am Montag, 21. September 2015
Quelle: lev radin / Shutterstock.com

Victor Estrella Burgos - auf seinen Schultern lag die Hoffnung eines kompletten Landes. Die Nummer 57 der Weltrangliste sorgte mit seinen Siegen beim 3:2 gegen Ecuador dafür, dass der Karibik-Staat erstmals die Chance hatte, in die Welt-Gruppe aufzusteigen. Doch auch er konnte die Niederlage nicht verhindern.

 

Hoffnung fast aufgegeben

Das letzte Einzel-Match, das Estrella Burgos im Davis-Cup verlor, lag bereits mehr als fünf Jahre zurück. Seinen ersten Turniersieg bei einem ATP-Event konnte der immerhin schon 34-Jährige dieses Jahr in Quito / Ecuador feiern. Seitdem ist er ständig unter den Top 60 der Welt. Danach sah es aber lange Zeit nicht aus. Zwischenzeitlich arbeitete er sogar nur noch als Trainer, da er für sich selbst keine Chancen mehr sah, erfolgreicher Tennis-Profi zu werden. Doch grade über Erfolge im Davis-Cup kämpfte er sich zurück. Im Vorfeld der Partie gegen Deutschland sagte er: „Für uns wäre es unglaublich, wenn wir es schaffen könnten. Ich müsste meine beiden Einzel gewinnen, José müsste ein Einzel gewinnen, im Doppel haben wir keine Chance. Für mich und für den Verband ist das jedenfalls eine tolle Chance, den Leute zu Hause zu zeigen, dass wir Tennis spielen können.“

 

Mit dem Erfolg kommt das Interesse

Unterstützung erhielt Estrella Burgos von Jose Olivares, Roberto Cid und Jose Hernandez-Fernandez. Allerdings war ein Sieg gegen das klar favorisierte Deutschland nahezu unmöglich. Einzig letztgenannter Hernandez-Fernandez liegt mit Rank 200 noch in den Top 500 der Welt. José Olivares ist grade einmal 18 Jahre jung und liegt auf Platz 1112. Er gehört zu der Generation, die überhaupt erst wegen Estrella Burgos mit dem Tennisspielen angefangen haben. Denn Tennis war auf der Karibik-Insel früher fast überhaupt nicht präsent.„Ich kann mich nicht erinnern. Als ich klein war, gab es kaum Tennis im Fernsehen“, antwortete Estrella Burgos auf die Frage nach seinen früheren Idolen. Lediglich in den Touristen-Ressorts gab es Anlagen, hier und da vereinzelt noch ein paar marode Plätze. Doch mit dem Erfolg kam das Interesse. Und mittlerweile werden nahezu allen großen Tennis-Events übertragen. „Nachdem ich vor zwei Jahren zum ersten Mal unter die Top 100 gekommen war, hörte ich zu Hause immer öfter von jungen Leuten: Ich will auch Profi werden, was muss ich tun?“

Vor allem die Fans machen bei den Matches mächtig Stimmung. "Sie singen, sie tanzen, sie machen alles; das sind gute Leute. Da sagt dir jeder, wie ich die Vorhand spielen soll.“

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