Ausländer in der DEL

Nur reduzieren ist auch keine Lösung!

Veröffentlicht am Montag, 09. November 2015
Quelle: Sörli Binder

Die neue Saison des Eishockeys hat bereits im September begonnen. Die Nationalmannschaft freut sich über den früheren NHL-Star Marco Sturm als neuen Bundestrainer. Sturm steht vor der schwierigen Aufgabe die deutsche Mannschaft nach vorne zu bringen. Deutschland hat im Eishockey enorm starke Konkurrenten wie Russland, USA und Kanada.

 

Begrenzung nicht das Allheilmittel

Pro DEL-Saison dürfen derzeit 11 ausländische Spieler  pro Mannschaft lizenziert werden. Sturm möchte diesen Ausländer-Anteil nun reduzieren, um den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft voran zu bringen. Teal Fowler, Manager der Adler Mannheim, findet die Anzahl von 11 Spielern aktuell allerdings gerechtfertigt: "Wir haben in Mannheim die beste Nachwuchsarbeit in ganz Deutschland. Aber nur mit unserer Nachwuchsarbeit können wir natürlich auch nicht auskommen", so Fowler gegenüber vereinsleben.de. Außerdem sei es ja auch keine Pflicht, "alle elf Lizenzen zu vergeben." Dennoch: Das Voranbringen der Nationalmannschaft sei das große Ziel aller Klubs. Hierzu sieht er vor allem die Nachwuchsarbeit als Ausschlaggebend.

 

Der Nachwuchs ist das wichtigste Instrument

Ein Vorreiter der Top-Nachwuchsarbeit im Eishockey sind zweifelsohne die Adler Mannheim. Fowler erklärt, dass die Jugendarbeit nicht von heute auf morgen funktioniert, sondern Zeit brauche. "Ich denke nicht, dass es reicht, einfach zu sagen, dass man ab sofort zwei Ausländer weniger einsetzen darf. Das beginnt jetzt schon mit der Nachwuchsarbeit und ist ein Prozess der über Jahre dauert."

Das Problem, wie bei den meisten Sportarten in Deutschland ist, dass die Kinder und Jugendlichen überhaupt erstmal für den Sport heran geführt werden müssen. "Die DEL steht momentan sehr gut dar. Die Hallen sind voll. Aber die trotzdem: Die Frage die wir uns stellen müssen ist, wie können wir es schaffen, mehr Kinder für das Eishockey zu begeistern", so Fowler.

 

Laut Fowler braucht die Sportart Eishockey aber noch mehr Clubs, mehr Standorte und natürlich noch mehr Geld, um in die Jugend erfolgreich investieren zu können. Diese drei Faktoren sollten die Bausteine sein um den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft zu gewährleisten. Und auch erst dann könne man über eine weitere Reduzierung der Ausländer sprechen. "Mit der DEL2 haben wir aktuell eine gute Plattform für junge Spieler sich an das Niveau anzupassen", sieht der 44-jährige Amerikaner das Projekt auf einem guten Weg.

Das nächste Problem wartet allerdings schon. Die Vereine können ihre größten Talente meist nicht halten. So auch bei den Adler Mannheim, deren größte Nachwuchshoffnung nun den Sprung in die USA wagt. Daher ist es unerlässlich auf ausländische Spieler zurück zu greifen.  Dabei spielen auch finanzielle Faktoren eine große Rolle. Denn manchmal sei das Preis-Leistungs-Verhältnis der ausländischen Spieler einfach besser als das der Deutschen. Die einzelnen Clubs müssen schließlich auch auf ihr Bestehen achten.

Zusammengefasst ist die Reduzierung des Ausländer-Anteils für Fowler nicht der ausschlaggebende Punkt die Nationalmannschaft erfolgreicher werden zu lassen. Der wichtigste Ansatz sei die Jugendarbeit im Eishockey, welche die Adler Mannheim schon hervorragend betreiben. Bleibt nur zu hoffen, dass die Klubs in Zukunft noch stärker auf ihre Jugend setzen - denn die Kinder- und Jugendlichen sind die Zukunft – und zwar aller Sportarten.

 

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