Zwischen Medaillenhoffnung und Trauer

Sportnews > Wusstet ihr schon Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Dezember 2015

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Ein großer des deutschen Fußballs geht, Leichtathleten und Schwimmer jubeln, und Berlin feiert jüdische Spiele. Unser Rückblick auf Juli und August:

Juli

Deutschland schwimmt weiter hinterher

Auf die deutschen Freiwasserschwimmer war mal wieder Verlass: Finnia Wunram (5km) und Angela Maurer (25km) sicherten sich gleich zu Beginn der Schwimm-WM im russischen Kasan Bronze, während Rob Muffels (5km) Silber holte und das deutsche Team über 5 km sogar gewann. Die Teamkollegen im Becken schwammen hingegen, wie in den vergangenen Jahren auch, zum größten Teil hinterer. Immerhin gab es einige Lichtblicke, die den deutschen Schwimmverband am Ende positiv stimmten: Marco Koch holte sich über die 200 Meter Brust als erster deutscher Schwimmer den Weltmeistertitel. Hinzu kamen noch zwei Bronzemedaillen, die Paul Biedermann (200 m Freistil) und die Mixed-Lagenstaffel erringen konnten. Am Ende Platz 12 im Medaillenspiegel für das deutsche Team. 

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Berlin feiert jüdische Spiele

Die europäischen Maccabi Games fanden in diesem Jahr zum ersten Mal auf deutschem Boden statt. In Berlin kamen vom 27. Juli bis 5. August etwa 2.300 Teilnehmer aus 36 Ländern zusammen, wobei Deutschland mit 365 Sportlern die größte Delegation stellte. Neben den gängigen Sportarten wie Fußball, Basketball, Schwimmen und Volleyball kämpften die Teilnehmer auch in exotischeren Disziplinen wie Bridge, Ten Pin Bowling oder Squash. Dass die Spiele in diesem Jahr in Deutschland ausgetragen wurden war wohl kein Zufall: Der Holocaust war vor 70 Jahren zu Ende gegangen, in diesem Jahr feierten Deutschland und Israel 50 Jahre diplomatische Beziehungen und vor 50 Jahren wurde Makkabi Deutschland e.V. wiederbelebt.

 

 

August

Der DLV erfolgreich wie lange nicht

An den diesjährigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften im Vogelnest in Peking nahmen 1.935 Athleten aus 207 Nationen teil, darunter auch 66 Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland, die mit zweimal Gold und je dreimal Silber und Bronze für das beste Ergebnis seit der WM 1999 in Sevilla sorgten: Christina Schwanitz warf die Kugel auf 20,37 Meter und damit zu Gold, während David Storl auf 21,74 Meter kam und sich damit Silber sicherte. Ebenfalls die Silbermedaille gewannen Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung und Cindy Roleder über die 100 m Hürden. Von den drei deutschen Finalistinnen im Diskuswurf holte Nadine Müller mit 65,53 Meter Bronze während Gesa Felicitas Krause über die 3000 Meter Hindernis und Rico Freimuth im Zehnkammpf (8.561 Punkte) ebenfalls dritte wurden. Für den goldenen Abschluss sorgte Katharina Molitor im Speerwerfen mit ihrem Wurf auf 67,69 Meter. 

Ein Ort der Freude für die deutschen Leichtathleten: Das Vogelnest in Peking (Quelle: Shutterstock)

 

Der deutsche Fußball trauert

Gerhard Mayer-Vorfelder hat Zeit seines Lebens viel für den deutschen Fußball getan: Er war nicht nur 25 Jahre lang Präsident des VfB Stuttgarts (1975-2000), sondern auch Präsident des DFB (2001-2006) und Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees (2002-2007). Bis März 2009 war er gewähltes Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees. Von 2007 bis März 2009 außerdem auch Vizepräsident der UEFA. Darüber hinaus war Mayer-Vorfelder Mitglied des Kuratoriums der Bundesliga-Stiftung und Ehrenpräsident des VfB Stuttgart. Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und der Vedienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Am 17. August verstarb Mayer-Vorfelder an Herzversagen. 

 

Weitere Ereignisse:

 

4. Juli: Die Chilenische Fußballnationalmannschaft sichert sich durch einen 4:1-Sieg durch Elfmeterschießen im Finale der Copa America gegen Argentinien zum ersten Mal den südamerikanischen Meistertitel.

17. Juli: Der französische Formel1-Rennfahrer Jules Bianchi stirbt, nachdem er bereits im Oktober 2014 beim Großen Preis von Japan auf regennasser Fahrbahn von der Strecke abgekommen und in das Heck eines Bergungsfahrzeuges gekracht war. 

31. Juli: Stephan Beckenbauer, Sohn von Franz Beckenbauer, ehemaliger Fußballprofi und Jugendtrainer beim FC Bayern München, stirbt nach langer Krankheit an einem Hirntumor.

 

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