Kein Schnee - kein Wintersport

Wie kleine Vereine mit dem warmen Klima zu kämpfen haben.

Sportnews > Wusstet ihr schon Veröffentlicht am Dienstag, 05. Januar 2016

Quelle: Michael Kuriat

Nicht nur der Skiweltverband klagt über ausbleibenden Schnee. Auch kleine Wintersport-Vereine leiden unter den warmen Temperaturen.

"Leise rieselt der Schnee ..." was sich viele für die Weihnachtszeit gewünscht haben, ist bei einigen Menschen fast schon zum Hilferuf geworden. Die Veranstalter von Wintersport-Weltcups müssen derzeit nahezu reihenweise ihre Veranstaltungen wegen Schneemangels absagen.

 

Absagenflut geht weiter

Die alpinen Weltcuprennen der Damen in St. Anton, der Biathlon-Weltcup in Oberhof, der Weltcup der Nordischen Kombinierer in Klingenthal alle abgesagt. Die Weltcup-Slaloms der Herren und Damen in Zagreb auf der Kippe. Zur Zeit haben Wintersportfans keinerlei Grund zur Freude. Einziger Lichtblick: Die Vierschanzentournee findet definitiv statt.

 

Auch kleine Vereine betroffen

Wahrlich keine schönen Zeiten. Doch nicht nur die großen Veranstalter leiden unter den milden Temperaturen. Auch den lokalen Skivereinen macht der Schneemangel zu schaffen. So zum Beispiel auch dem Schneesport Club Donnersberg. Jahr für Jahr bietet der SSC Fahrten in die Berge an. Dieses Jahr macht die Witterung die Planung besonders schwer. "Wir brauchen natürlich Sicherheit. Wenn man als Privatperson irgendwo hin fährt kann man schon mal das Risiko eingehen. Aber wenn man als Gruppe von 120 Personen unterwegs ist, brauchen wir natürlich eine Sicherheit, dasss dort auch Schnee liegt. Also müssen wir in Gletschergebirge fahren", so der 1. Vorsitzende Bernhard Cuntz.

 

 

Für den SC Bad Marienberg-Unnau kommt dieses milde Klima ebenfalls sehr ungelegen. Der Verein aus dem Westerwald verfügt mit dem Schorrberg einen eigenen Hang mit zwei Abfahrten, die aber beide wegen des ausbleibenden Schnees unbefahrbar sind. Das trifft besonders die professionellen Athleten schwer, die nun zum trainieren in weiter entfernte Gebiete fahren müssen. Sogar die vereinseigenen Schneekanonen können es derzeit nicht mit dem Wetter aufnehmen. "Wir müssen auf Frost warten. Erst ab einer Temperatur von -3, -4 Grad Celsius können wir mit unseren Schneekanonen die Piste befahrbar machen", so Frank Koch vom SC. Dennoch ist das Gemüt der Westerwälder positiv gestimmt: "Es waren erhebliche finanzielle Investitionen für die Schneekanonen nötig. Aber wir sind zuversichtlich, dass diese sich schnell rentieren werden und wir auch in diesem Winter noch einmal hier Ski fahren können."

 

The trend is NOT your friend

Und auch in Zukunft dürfte sich am Klima wenig ändern. "Zumindest in den hiesigen Gebieten wird es schwierig in Zukunft", so Koch weiter. Seinen eigenen Verein sieht er trotzdem nicht in Gefahr. "Es kommen zwar viele Leute aus Koblenz oder auch Köln, aber wir sind hier nicht so stark auf den Tourismus angewiesen." Anders dürfte es dagegen in Gebieten wie dem Sauerland aussehen. Besonders für die Wintersporthochburg Winterberg dürfte es bei solchen Temperaturen in Zukunft schwer sein die Besucher anzulocken. Es bleibt also nur zu hoffen, dass der Winter doch noch irgendwann Einzug in Deutschland hält.

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