Das ist Skeleton

Kopfüber den Eiskanal hinab

Veröffentlicht am Mittwoch, 27. April 2016
Quelle: wikipedia/jonwick04/CC BY 2.0

Zwischen Mut und Übermut

Kopfüber ohne Lenkseile mit bis zu 145 km/h eine Rodelbahn hinab. All das bietet Skeleton und verlangt den Athleten eine Mischung aus Mut und Übermut ab. Dieser besonderen Rodel Herausforderung stellen sich die besten Skeleton-Fahrer und Fahrerinnen der Welt ab dem 8. Februar bei der Bob und Skeleton Weltmeisterschaft in Winterberg. Als Schutz bei dieser Prozedur dient den Skeletonis einzig ein Helm mit Kinnschutz sowie Sportschuhe mit Spikes damit sie beim Start nicht wegrutschen.      

 

Quelle: youtube.com/bauschlm

So funktioniert es

Die Skeleton-Wettbewerbe werden zumeist auf Bob- und Rodelbahnen ausgetragen. Der Schlitten der Skeletonis verfügt über zwei Haltebügel und gleicht optisch einem stählernen Skelett. Der „Skelettähnliche“ Schlitten muss auf dem Bauch liegend mit dem Kopf voraus den Eiskanal hinab gesteuert werden. Dabei können Geschwindigkeiten von knapp 150 Km/h erreicht werden. Den Schwung den sich die Athleten beim Start holen ist entscheidend für das komplette Rennen. Um nicht die Bande zu streifen gibt es für die Skeletonis mit Gewichtsverlagerung, Knielekung und der Fußlenkung drei Möglichkeiten die Spur zu halten.

 

Geschichte

Der Skeleton-Wettbewerb entwickelte sich aus dem Rodelsport und hat seine Ursprünge um 1885 in der Schweiz. Dort war das Rodeln bei Gästen der berühmten Kurorte Davos und St. Moritz sehr beliebt sodass man erste Rennen auf einer Eisbahn austrug. Die ersten Cresta-Rennen fanden damals an einem Steilhang zwischen St. Moritz und Cresta statt, und sind bis heute Kult. Schon bald darauf wagte sich ein Fahrer die Strecke an einem steilen Berghang mit dem Kopf voraus hinab. Die Cresta-Rennen gelten als Vorläufer des heutigen Skeleton-Sports und der älteste Wintersportwettkampf der noch heute ausgetragen wird. Aus dem ersten Skeleton am „Crestna-Run“ entwickelte sich im Laufe der Jahre neben dem Bobbahn-Skeleton auch der Bobsport.    

 

Skeleton bei Olympia

Bild: Skeleton olympic games 2010 (Quelle: wikipedia/jonwick04/CC BY 2.0)

 

Der Skeleton-Sport hatte es in der olympischen Geschichte nicht immer einfach. Zwar wurde Skeleton schon 1926 gemeinsam mit dem Bobsport zu einer olympischen Disziplin erklärt. Doch nach der Premiere 1928 in St. Moritz  wurde dem rodelähnlichen Sport 20 Jahre keine Olympia-Ehre mehr zu teil. Zwar gab es 1948 nochmals ein Olympia-Comeback, doch etablieren konnte sich Skeleton im Olympiakalender auch damals nicht. So dauerte es nochmals über 50 Jahre zur Olympia-Rückkehr. Erst bei den Spielen in Salt Lake City, im Jahr 2002 kehrte Skeleton zu Olympia zurück. Bei den Spielen in den USA nahmen auch erstmals Frauen am Wettbewerb teil und sorgten auch für eine feste Etablierung bei Olympia.

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