Es heißt Rope Skipping!

Ein Trend der kein Trend mehr ist

Veröffentlicht am Mittwoch, 27. April 2016
Quelle: Screenshot Youtube

„Seilspringen ist doch eine Freizeitbeschäftigung die man vor allem vom Schulhof und von Kindern kennt.“ So würde wohl die Antwort der meisten Leute aussehen, wenn man sie nach ihrer Meinung zu dem Sport fragen würde. Doch mittlerweile ist Seilspringen weit mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung für Kinder. „Rope Skipping“, wie man den Sport inzwischen auch nennt, hat sich längst zu einer echten Sportart etabliert. Egal ob als Einzelsport oder als Teil von verschiedenen Fitnesssportarten wie „Cross Fit“, Rope Skipping findet auch in Deutschland immer mehr Anerkennung. Sogar Deutsche Meisterschaften, Europameisterschaften oder Weltmeisterschaften fidnen statt.

 

Vom Schulhof in die Turnhalle

Die Anfänge von Rope Skipping liegen tatsächlich auf den Schulhöfen. Obwohl die genaue Geschichte des Seilspringens nicht vollständig bekannt ist, gilt es als sicher, dass holländische Auswanderer im 17. Jahrhundert den Sport nach Amerika brachten. Dort, genauso wie in Europa, pflegte Seilspringen zunächst ein Dasein als Kinderspiel auf den Schulhöfen. Die „American Heart Association“, eine amerikansiche Organisation die sich der Prävention von Herzkrankheiten verschrieben hat, brachte das Seilspringen dann auf eine neue Stufe. Neue, leichtere Seile ermöglichten den Sportler ein schnelleres Springen und damit auch mehr Möglichkeiten. Begleitet durch popige und fetzige Musik lassen sich die Sportler immer neue Choreografien und Varianten einfallen. Dieser neue Trend schwappte dann aus Übersee wieder zurück nach Europa, wo Rope Skipping heute noch als Trendsport gilt.

 

Quelle: youtube.com/InspiriProductions

Double Dutch, Wheel & Co.

Dazu gibt es dann noch verschiedene Arten von Springseilen und Stilen. Bei den Disziplinen unterscheidet man zwischen dem Einzelspringen, dem sogenannten „Wheel“ und dem „Double Dutch“. Besonders bei den Varianten „Wheel“ und „Double Dutch“ gibt es unzählige Möglichkeiten für spektakuläre und besondere Schritte und Sprünge. Möglich machen diese Kombinationen vor allem die unterschiedlichen Arten von Springseilen. So gibt es unter anderem das „Speed Rope“ welches meistens aus einem Kunststoffvollmaterial oder aus einem Draht besteht. Der Vorteil dieses Seils ist, dass man es leichter rotieren lassen kann. Besonders die Seile aus Draht finden bei der Springvariante „Speed“ hohen Anklang, da es durch den Draht schwerer ist und somit seine Form behält. Auch die Griffe sind so konstruiert, dass das Seil leichter rotiert, beispielsweise durch Kugellager. Neben dem „Speed Rope“ gibt es noch die Seil-Variante „Long Handle“ die wegen ihrer langen Griffe besonders bei den Freestylern beliebt ist. Das „Beaded Rope“ ist im Prinzip eine überdimensionale Perlenkette. Hier werden Kunststoffröllchen auf einer Nylonschnur aufgeführt, damit das Seil eine stabilere Flugbahn bietet. Insbesondere bei akrobatischen Sprüngen und der Disziplin „Wheel“ findet wird dieses Seil verwendet. Wegen der besonderen Optik des Seils wird es auch bei Show-Events gerne benutzt.

 

Beliebt wie eh und je

Wie jede andere Sportart auch, ist natürlich auch das Rope Skipping der Gesundheit zuträglich. Besonders das Herz-Kreislaufsystem wird gefördert. Aber auch Kondition und vor allem Koordination werden stark geschult. Deswegen ist Rope Skipping auch in anderen Sportarten sehr beliebt. So zum Beispiel als Aufwärmprogramm beim Boxen.

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