Die „Kleinen“ im Rampenlicht

Die UEFA Youth League als große Bühne

Veröffentlicht am Dienstag, 19. April 2016
Quelle: Twitter / UEFA Youth League

Seit der Saison 2013 / 2014 gibt es sie – die UEFA Youth League. Ein Pendant zur UEFA Champions League, die den U19-Teams der europäischen Spitzenclubs  eine internationale Plattform bieten soll. „Wir denken, dass die UEFA Youth League ein attraktives Zusatzangebot für die Champions-League-Klubs darstellt“, sagte der damalige UEFA-Präsident Michel Platini zur Einführung. „Wir haben damit eine Möglichkeit für Nachwuchsspieler geschaffen, auf internationalem Niveau Klubfußball unter Wettbewerbsbedingungen spielen zu können. (…) Die Klubs werden profitieren, da sie so die Lücke zwischen ihren Juniorenteams und der ersten Mannschaft schließen können und ihrem Engagement für die Förderung des Jugendbereichs noch mehr Nachdruck verleihen können. Die Entscheidung beruht somit auf rein sportlichen Beweggründen.“

 

Spielmodus parallel zum großen Bruder

Während den ersten beiden Austragungsjahren war der Modus exakt der gleiche wie der des Vorbildes, der UEFA Champions League. Die Teams, die sich mit ihren Profimannschaften für die Königsklasse qualifiziert hatten, durften automatisch auch an der UEFA Youth League teilnehmen.

 

Die U19 und Titelverteidiger des FC Chelsea steht zum zweiten Mal in Folge im Finale - Bild: Twitter / UEFA Youth League

 

Genauso gab es eine Gruppenphase mit anschließenden K.o.-Spielen für die Erst- und Zweiplatzierten Teams. Die Auslosung der Gruppen wurde exkat von der Champions League übernommen. Der einzige Unterschied zur Champions League liegt daran, dass die Entscheidungsspiele nur in einer Partie ausgetragen werden.

 

Mehr Präsenz für kleine Teams

Zur aktuellen Saison wurde das Format allerdings noch einmal geändert. Nach der Gruppenphase  qualifizieren sich nur noch die Gruppenersten direkt für die Achtelfinalpartien. Die Zweiten der jeweiligen Gruppen mussten in einer neu eingeführten weiteren Playoff-Runde gegen verschiedene Landes-Jugendmeister antreten, die nicht in der Gruppenphase vertreten waren. Denn in einem parallel laufenden Wettbewerb spielten die nach UEFA-Klubkoeffizienten stärksten 32 Landes-Jugendmeister, deren Profi-Abteilungen den Sprung in die Champions League verpassten, weitere Teilnehmer für die Playoff-Runde gegen die Gruppenzweiten der Youth League aus. Die Änderung zielt vor allem darauf ab, dass nun auch Mannschaften aus schwächeren Ländern wie Island, Ungarn oder auch Bulgarien an einem internationalen Top-Wettbewerb teilnehmen und so auch hochkarätige Spiele gegen internationale Gegner bestreiten können.

 

Deutsche Teams mit Nachholbedarf

FC Chelsea - Paris St. Germain, Shaktar Donezk - FC Chelsea, Benfica Lissabon - FC Barcelona – Schaut man sich die drei bisherigen Final-Begegnungen an, fällt vor allem eins auf: Bisher war keine einzige deutsche Mannschaft im Finale. Einzig allein der FC Schalke 04 schaffte es in der Premierensaison bis ins Halbfinale und in der zweiten Ausgabe ins Achtelfinale. Die Jugendteams von Bayern München (3x), Bayer Leverkusen (3x), Borussia Dortmund (2x), Borussia Mönchengladbach (1x) und Wolfsburg (1x) scheiterten jeweils immer in der Gruppenphase.

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