Action im Crucible Theatre

Die Snooker WM 2016

Veröffentlicht am Sonntag, 01. Mai 2016
Quelle: DerHexer, Wikipedia Commons, CC-by-sa 4.0

Wie funktioniert Snooker?

Pool-Billard ist vielen ein Begriff, wohingegen Snooker eher Fragezeichen aufkommen lässt. Dabei sind die Regeln relativ simple.  Beim Pool-Billard muss der eine Spieler mit der weißen Kugel alle „halben“ Kugeln, der andere alle „ganzen“ Kugeln versenken, bevor sie dann die schwarze Kugel in das Loch treffen müssen, dass sie vorher ankündigen. Beim Snooker läuft das alles etwas anders ab. Zum einen ist der Spieltisch deutlich größer als beim Billard. Die genauen Maße sind 356,9 x 177,8 cm.  Des Weiteren hat man 15 Rote Kugeln, eine weiße Kugel und 6 verschieden farbige Kugeln. Die roten Kugeln werden, wie beim Billard, auch in einem Dreieck angeordnet. Die anderen Kugeln werden in eine festgelegte Position gelegt.  

Das ist die Aufstellung zu Beginn des Spiels. ( Quelle: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 )

 

Mit Punkten zum Sieg

Beim Snooker spielt man in so genannten Frames. Ein Frame ist zu Ende, wenn alle Kugeln abgeräumt wurden. Die Reihenfolge ist dabei entscheidend. Der Spieler muss immer zuerst eine rote und dann eine farbige Kugel versenken. Versenkt man eine rote Kugel, gibt es einen Punkt. Die andersfarbigen Kugeln geben unterschiedliche Punkte: gelb = 2 Pkt, grün = 3 Pkt, braun = 4 Pkt, blau = 5 Pkt, rosa = 6 Pkt und schwarz = 7 Pkt. Die farbigen Kugeln werden so lange wieder zu ihrer Ausgangsposition, von der sie versenkt wurden, zurückgelegt, bis alle roten Kugeln vom Tisch sind. Dann darf man noch einmal eine beliebige Farbe versenken. Danach müssen die farbigen Kugeln in der Reihenfolge ihrer Wertigkeit versenkt werden. Die Punkte der versenkten Kugeln werden addiert. Wer die meisten Punkte in einem Frame erzielt, hat dieses gewonnen. Eine Session (= Spielrunde ) hat mehrere Frames, die von Turnier zu Turnier unterschiedlich sind.

 

Der Fluch des Crucible

Seit 1977 findet die Snooker WM im Crucible Theatre in Sheffield statt. Auch in diesem Jahr hat sich nichts daran geändert. Auch der berüchtigte Crucible-Fluch hat sich dieses Jahr wieder bewahrheitet. Denn seitdem die Weltmeisterschaft in diesem Theater stattfindet, gelang es bislang keinem Spieler, seinen ersten Weltmeister-Titel zu verteidigen. Bei den Weltmeisterschaften 2015 eroberte sich zum ersten Mal Stuart Bingham den Titel. Der Weltranglisten-Zweite ist in diesem Jahr bereits in der 1. Runde rausgeflogen. Damit ist er der 17. in der Reihe der unglücklichen Titelverteidiger.

 

Das Crucible Theatre beim Eröffnungsspiel der WM 2013 ( Quelle: Steve Fareham, CC BY-SA 2.0 )

 

Das Wochenende der Entscheidung

Die Halbfinals zwischen Ding und McManus bzw. Fu und Selby sind in vollem Gange.  Wer die 17 Frames als erstes erreicht, ist am 1. Mai im Finale. Doch wer sind unsere Hauptfinalisten überhaupt. Wir schauen uns die Paarungen etwas genauer an

Junhui Ding vs Alan McManus

Bei diesem Match trifft jung auf alt. Der 29-jährige Ding aus der Mongolei zeigt viel Talent. Er konnte schon große Erfolge feiern, darunter auch Siege bei den UK-Championship oder Masters. Bei der WM konnte er jedoch noch nicht richtig überzeugen. Den bisher hat in das Crucible scheinbar immer „eingeschüchtert“. Dieses Mal scheint er aber die Nerven beisammen zu halten. Doch bei einem Gegner wie Alan McManus ist das nicht so einfach. Der 45 Jährige ist der absolute Überraschungskandidat im Halbfinale. Seine Karriere schien nämlich schon lang vorbei. Das letzte Mal erreichte er das Halbfinale vor 23 Jahren! Im Viertelfinale zeigte er schon, dass er sich von nichts aus der Ruhe bringen lässt und gewann dieses knapp mit 13:11 gegen John Higgins. Jetzt steht der Schotte im Halbfinale Ding Junhui gegenüber. Wer von den beiden wird am Sonntag ins Finale ziehen? 

Ding Junhui (Quelle: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0)

 

Alan McManus ( Quelle: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 )

 

Mark Selby vs Marco Fu

Nach der Snookerlegende Ronnie O’Sullivan ist er sicherlich der zweitgrößte Stern am Snookerhimmel, Mark Selby. Der „Jester from Leicester“ (Narr von Leicester) hat nicht nur haufenweise Talent, er ist auch im Bereich Entertainment nahezu unschlagbar. Bei dieser WM konnte jedoch niemand den Weltranglisten-Ersten so richtig einschätzen. Den zuvor hat er schon 2 Turniere abgesagt und schien nicht wirklich in Form. In den ersten Runden hatte er schwer zu Kämpfen, doch im Viertelfinale zeigte er wieder etwas mehr Glanz gegen Kyron Wilson. Auch Selby musste sich übrigens dem Fluch von Crucible beugen. Er holte 2014 seinen ersten Weltmeistertitel und schied 2015 im Achtelfinale aus. Seinen ersten Weltmeistertitel will dieses Jahr Selbys Konkurrent Marco Fu mit nach Hause nehmen. Der Snookerspieler aus Hongkong hatte es bisher immer schwer, seine gute Form aufrecht zu halten. Man könnte meinen, während des Turniers geht ihm immer weiter die Luft aus. Auch das Viertelfinale machte ihm stark zu kämpfen, obwohl er mit 9:1 gegen Barry Hawkins zunächst vorne lag, holte Hawkins mit acht Frames rasend schnell auf. Mit 13:11 konnte er ihn dennoch gerade so bezwingen.  Heute entscheidet sich, wer von den beiden es ins FInale schafft. 

 

Marc Selby ( Quelle: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 )

 

Marco Fu ( Quelle: DerHexer, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0 )

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