Trikottausch im Herzen

Diese Spieler wechselten die Fronten

Sportnews > Wusstet ihr schon Veröffentlicht am Montag, 02. Mai 2016

Quelle: Youtube / Spox

Nicht nur im Fußball wechseln Spieler zur direkten Konkurrenz. Auch in anderen Sportarten gehen Leistungsträger gerne mal zu den Rivalen.

Der Wechsel von BVB-Kapitän Mats Hummels zum FC Bayern München nimmt immer konkretere Formen an. Damit würde sich der Rekordmeister wieder einmal einen Topstar von einem direkten Konkurrent angeln. Doch auch im Basketball oder Handball kommt es durchaus vor, dass Publikumslieblinge wegen eines Vereinswechsels plötzlich zur absoluten Hassfigur werden.

Wir zeigen Euch ein paar Beispiele von Sportlern die zu Rivalen gewechselt sind:

 

Anton Gavel (2014)

Brose Baskets Bamberg zu FC Bayern München Basketball

Es war ein langes Tauziehen! Der Bayern München verlor als frisch gebackener Deutscher Basketball-Meister mit Malcom Delaney seinen wertvollsten Spieler gen Russland. Da musste natürlich Ersatz her. Nachdem sich bereits schon lange Zeit Gerüchte um einen Wechsel von Bambergs Spielmacher Gavel zu den Münchnern hielten, war es im Sommer 2014 soweit. Nach fünf Jahren mit vier Meistertiteln und drei Pokalsiegen im Frankenland zog es Gavel in die bayrische Landeshauptstadt.

 

Heiko Schaffartzik, Nihad Djedovic, Deon Thompson, Yassin Idbihi (alle 2013)

Alba Berlin zu FC Bayern München Basketball

 

Hier noch gemeinsam im Trikot von Alba Berlin - Heiko Schaffartzik (l.) und Yassin Idbihi / Bild: Screenshot Twitter / BekoBBL

 

Nur ein Jahr zuvor sorgten ebenfalls die Münchner für ein gewaltiges Beben in der Beko BBL als sie gleich 4 (!!!) Spieler von Alba Berlin verpflichteten. Besonders der Wechsel des gebürtigen Berliners Heiko Schaffartzik sorgte für reichlich böses Blut sowohl zwischen den Verantwortlichen als auch unter den Fans. Im ersten Spiel als Müncher in seiner alten Heimat Berlin sorgten eine Zuschauer mit einem Trikot, welches sie auf einem überdimensionalen Kreuz aufhingen für einen Eklat. Seitdem herrscht zwischen beiden Vereinen Eiszeit.

 

 

Andy Möller (2000)

Borussia Dortmund zu Schalke 04

Im Jahr 2000 passierte etwas, das wohl niemand für Möglich gehalten hatte. BVB-Ikone Andy Möller wechselte zu Erzrivale Schalke 04! Die Anhänger der Knappen waren zunächst alles andere als begeistert – hatten sie Möller doch nach seiner „Schwalbe“ als Heulsuse bezeichnet. Auch die Dortmund-Fans waren fortan nicht mehr wirklich gut auf Möller zu sprechen. Mit viel Einsatz und Leidenschaft schaffte er es aber wenigstens die Fans seines neuen Vereins mit der Zeit auf seine Seite zu bringen.

 

Mario Götze (2013)

Borussia Dortmund zu Bayern München

 

Mario Götze in den Trainingsklamotten des FC Bayern / Quelle: wikimedia Foto: Rufus_46 Lizenz: CC-BY-SA-3.0

 

Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe! Es war der 22. April 2013 gegen Abend. Die Bild-Zeitung veröffentlichte einen Bericht, nachdem BVB-Superstar und Eigengewächs Mario Götze zu Bayern München wechseln würde! Nachdem das Thema in den folgenden Stunden immer heißer wurde, gab der BVB am Folgetag den Wechsel auch offiziell bekannt. Die Fans der Borussia liefen Sturm und entwickelten teilweise blanken Hass für den einstigen Publikumsliebling der Schwarz-Gelben. Besonders Götzes Aussagen nur wenige Wochen vor Bekanntwerden des Wechsels sorgten für die Abneigung, hatte er doch gesagt, dass er sich beim BVB wohl fühle und sich vorstellen könne, noch sehr lange dort zu bleiben. Nur ein Jahr später folgte dann auch noch Robert Lewandowski Götze von Dortmund nach München.

 

Morten Bjerre (2000)

SG Flensburg-Handewitt zu THW Kiel

Auch im Handball können bestimmte Vereinswechsel für Aufsehen sorgen. So zum Beispiel der von Morten Bjerre im Jahr 2000. Der Däne spielte von 1997 bis eben zum Jahr 2000 für die SG Flensburg-Handewitt und entwickelte sich schnell zum Leistungs- und Sympathieträger. Doch als er seinen Wechsel ausgerechnet zum Erzrivalen THW Kiel bekannt gab, kippte die Stimmung bei den Fans. Bei seiner Rückkehr nach Flensburg mit dem THW wurde er unter anderem mit einem Plakat mit der Aufschrift „Willkommen in der Hölle, Judas“ empfangen.

 

Steffen Weinhold (2014)

SG Flensburg-Handewitt zu THW Kiel

 

Kein schöner Anblick für alle Fans der SG Flensburg-Handewitt: Steffen Weinhold im Trikot von Erzrivale Kiel / Bild: Screenshot Twitter / Handballwelt

 

14 Jahre lang gab es nach dem Wechsel von Bjerre keinen direkten Transfer mehr zwischen den beiden norddeutschen Spitzenhandball-Teams. Bis sich 2014 Kiels Linksaußen Christian Zeitz entschloss nach Ungarn zu wechseln und die Kieler damit einen neuen Star brauchten. Die Wahl fiel dabei relativ schnell auf Flensburgs Superstar und Fanliebling Steffen Weinhold. Dieser konnte sich den Abwerbeversuchen der Rivalen schließlich nicht mehr erwähren und wechselte die Fronten. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke war natürlich wenig begeistert: „Ich bin nicht besonders gut gelaunt heute“, gestand Schmäschke damals, „das ist ein herber Verlust. Wir hätten Weinhold gern behalten. Ich habe aber auch Verständnis für seine Entscheidung.“

Das es aber auch anders rum gehen kann, zeigte der Däne Rasmus Lauge, der vor der aktuellen Saison von Kiel nach Flensburg wechselte.

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