Olympische Momente

Sportnews > Wusstet ihr schon Veröffentlicht am Freitag, 29. Juli 2016

Quelle: Youtube/Olympic

Eric „The Eel“ Moussambani der Schwimmer aus dem 20-Meter-Becken ohne Trennlinie.

Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro stehen vor der Tür und beginnen mit der Eröffnungsfeier am 5. August. Anlässlich des größten Sportereignis des Jahres zeigen wir euch die schönsten Olympia-Momente vergangener Zeiten.

Im Vorfeld zu einem der Schwimmqualifikationsläufe der Olympischen Spiele 2000 in Sydney stellte hatte einer der Teilnehmer große Bedenken auf den 100 m Freistil zu ertrinken. Die Rede ist von Eric Moussambani, dem Mann der für sein Land Äquatorial-Guinea antreten wollte und gerade acht Monate zuvor erst mit dem Schwimmtraining begonnen hatte. Ein Tourist hatte ihm damals das Schwimmtraining ermöglicht. In einem 20-Meter-Becken ohne Trennlinie fanden seine zweimal täglichen Trainingseinheiten zu Hause statt. Er war noch nie mehr als 50 Meter am Stück geschwommen, weshalb die 100 Meter eine wirkliche Herkulesaufgabe darstellten. Er warnte die Jury schon vorher, dass er die Strecke eventuell nicht zu Ende schiwimmen kann und Angst habe zu ertrinken. Deshalb waren an diesem Tag mehr Rettungsschwimmer als sonst auf der Hut. Im Vorlauf 100 m Freistil trat Moussambani gegen Kontrahenten aus Nigeria und Tadschikistan an, wohl gemerkt beide Profischwimmer. Alleine durch ihre Optik unterscheiden sich die beiden von Moussambani. Während dieser einen knappen Badeslip an hat, tragen die anderen Beiden, für Schwimmprofis, gewöhnliche Badeanzüge. Die Chancen aufs Weiterkommen des Äquatorial- Guineärs  stehen vor den angereisten 17.000 Zuschauern eigentlich gleich Null. Doch dann passiert etwas total Verrücktes! Die Männer aus Nigeria und Tadschikistan gehen ins Wasser, während Moussambani zögert und auf seinem Startblock verharrt. Plötzlich erreicht die Teilnehmer das Jury-Urteil. Doppelte Disqualifikation wegen Frühstarts.

 

Der Kampf mit den eigenen Kräften

Nur noch 100 Meter zwischen dem Sieg im Vorlauf für den Afrikaner. Die ersten 50 Meter legt er in 40,97 Sekunden zurück. Eine respektable Zeit für den Mann der diesen Sport erst seit so kurzer Zeit ausübte. Auf den letzten 50 Metern wird es dann nochmal spannend: Moussambani wirkt sichtlich erschöpft und die Rettungsschwimmer halten sich schon besonders bereit. Doch sie müssen nicht eingreifen! Von der Menschenmenge frenetisch gefeiert, wird er von den jubelnden Zuschauern quasi ins Ziel getragen. Alles gegeben, Vorlauf gewonnen und dennoch die schlechteste Zeit die je bei Olympia geschwommen wurde. Eric Moussambani war es an diesem Tag egal, denn er war ein Gewinner.

 

Quelle:Youtube/Tice123

 

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