LSB-Sportjugend verschlankt Vorstand

Jugendordnung durch Geschäftsordnung ersetzt

Verbandsnews > Landessportbund Rheinland-Pfalz Veröffentlicht am Mittwoch, 13. März 2019

Quelle: Landessportbund RLP

Bei ihrer Vollversammlung hat die LSB-Sportjugend die seit mehr als 20 Jahren in unveränderter Form bestehende Jugendordnung durch eine neue Geschäftsordnung ersetzt. Im Zentrum der Neufassung steht die Verkleinerung und Umgestaltung des Vorstandes zu einem Leitungsteam.

Durch die Abschaffung der Ressortposten (Freizeiten, Finanzen, Gesellschaftspolitik, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung) sowie des Vorsitzenden ist das Gremium von bislang zwölf auf nunmehr sechs stimmberechtigte Mitglieder verschlankt worden.

Diese setzen sich wie bisher aus den drei Vorsitzenden der regionalen Sportjugenden Rheinland, Rheinhessen und Pfalz – Ralph Alt (Winningen), Setna C. Barclay (Mainz) und Stefan Leim (Neustadt/Weinstraße) – sowie je einem weiteren Vertreter jeder Region zusammen. Als beratende Mitglieder ohne Stimme agieren die hauptamtlichen Leiter der regionalen Sportjugenden – Susanne Weber (Rheinland), Vanessa Reis (Rheinhessen) und Peter Conrad (Pfalz) – sowie Steffen Grummt für die LSB-Sportjugend. Zur Unterstützung des Leitungsteams soll ein koordinierendes Büro tätig sein, das als Abteilung in die hauptamtliche Struktur des Landessportbundes eingegliedert ist – und von diesem finanziert wird. Sämtliche Beschlüsse des Leitungsteams bedürfen von nun an der Einstimmigkeit. Zur Vertretung der Jugend im LSB-Präsidium bestimmt das Leitungsteam ein stimmberechtigtes Mitglied aus seinen Reihen. Nicht zuletzt wird die Jugendordnung ab sofort als Geschäftsordnung firmieren. Die Vollversammlung nennt sich Jugendhauptausschuss, setzt sich aber wie bisher aus je 30 Delegierten aus dem Rheinland und der Pfalz sowie 15 Delegierten aus Rheinhessen zusammen. Der Jugendhauptausschuss kann auf gemeinsamen Antrag von zwei regionalen Sportjugenden oder auf Beschluss des Leitungsteams jederzeit einberufen werden – und ist mindestens alle vier Jahre einzuberufen.

Von den 61 stimmberechtigten Delegierten in Wörrstadt – 27 aus der Pfalz, 13 aus dem Rheinland und 14 aus Rheinhessen sowie sieben Vorstandsmitgliedern – votierten 50 für die neue Geschäftsordnung, dazu gab es neun Enthaltungen und lediglich eine Gegenstimme. Damit war die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit locker erreicht. Zuvor war der Vorstand der LSB-Sportjugend einstimmig entlastet worden. Der Haushaltsnachweis 2018/19, den Grummt präsentiert hatte, war bei einer Gegenstimme mit überwältigender Mehrheit angenommen worden.

Ein konstruktiver Austausch für eine ruhige Zukunft

In ihrem Bericht hatten Alt, Barclay und Leim auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt. Barclay sprach von einem regen Austausch, zu dem man auch „einen externen Berater von der Deutschen Sportjugend“ hinzugezogen habe. „Eine Uneinigkeit zwischen den regionalen Sportjugenden bestand zu keinem Zeitpunkt“, betonte die Mainzerin. Seit Mitte 2018 habe man „sehr viele konstruktive, fruchtbare Gespräche“ geführt, die in einen „guten Kompromiss“ gemündet seien. Alt bekräftigte, man habe zuletzt „sehr erfolgreich inhaltlich weitergearbeitet“.

Einig waren sich die Protagonisten, dass die Sportjugend Rheinland-Pfalz jetzt wieder in ein ruhiges Fahrwasser geführt ist. Laut Leim soll eine Struktur gefunden werden mit dem Ziel, ein stabiles Fundament zu schaffen. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die Arbeit der Sportjugenden in Rheinland-Pfalz auf eine neue Basis zu stellen“, resümierte Ralph Alt. „Aber mit dem Ergebnis ist der Prozess, den wir in den letzten Monaten angestoßen haben, noch nicht beendet.“ Jetzt gelte es, auch die Arbeitsfelder zu überprüfen und neu aufzustellen. „Wichtig ist, die inhaltliche Arbeit wieder in den Vordergrund zu stellen und positive Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit in den Vereinen zu schaffen.“

Auch LSB-Präsident Jochen Borchert („Im Fokus steht, dass die Jugendlichen von den Sportjugenden bedient werden“) wertete das Wörrstädter Votum als ausgesprochen positiv: „Wir haben direkt unter Beweis stellen können, dass wir den von meinem Vorgänger Prof. Lutz Thieme eingeschlagenen Weg weitergehen werden.“

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