Lebensretter gesucht

Typisierungsaktion der SG Unnertal-Berschweiler

Verbandsnews > Landessportbund Rheinland-Pfalz Veröffentlicht am Montag, 28. Oktober 2019

Quelle: pixabay/Phillip Kofler

Beim Heimspiel unter dem Motto „Kick gegen Krebs“ am Sonntag, 3. November, rufen die Spieler der SG Unnertal-Berschweiler dazu auf, sich bei der Typisierung für die Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen, um Leukämie- und Tumorkranken zu helfen.

Die Fußballer wollen dann nicht nur einen Sieg gegen die SG Reichenbach/Frauenberg, sondern rufen gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Typisierung als Stammzellspender auf. Erwachsene bis 40 Jahre können sich dann zwischen 15.30 und 17.30 Uhr am Hartplatz Bornberg in Berschweiler kostenlos mit einer Speichelprobe registrieren. 

Wenn Chemo und Bestrahlung bei Leukämie nicht helfen, ist die Transplantation gesunder Blutstammzellen eines genetisch passenden Spenders die letzte Chance. Als erste Stammzellspenderdatei in Deutschland wirbt die Stefan-Morsch-Stiftung dafür, dass sich Menschen als mögliche Lebensretter in der Datei registrieren, um im Ernstfall für einen Leukämiekranken Stammzellen zu spenden. Weltweit sind mehr als 36 Millionen Menschen typisiert. Trotzdem wird immer noch nicht für jeden Patienten ein passender Spender gefunden. 

Felix Krämer, Spieler der SG Unnertal-Berschweiler, sagt: „Wir wollen dafür sorgen, dass mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden und sich typisieren lassen. Jeder Einzelne zählt. Die Typisierung geht schnell. Man gibt seine Kontaktdaten an, unterschreibt die Einwilligung und gibt eine Speichelprobe ab. Die wird dann im Labor auf die genetischen Gewebemerkmale analysiert.“ Stimmen die Werte mit denen eines Patienten überein, melden sich Mitarbeiter der Datei. 

„Kommt am 3. November vorbei und lasst euch auf jeden Fall typisieren. Jeder Leukämiepatient sollte die Chance bekommen, dass er weiterleben kann“, so Krämer weiter. Wer sich nicht typisieren kann oder möchte, kann trotzdem helfen: Auch Geldspenden werden gebraucht. Bei jeder Typisierung entstehen der gemeinnützigen Stiftung Kosten von rund 40 Euro. Diese werden mithilfe von Spendengeldern finanziert. Außerdem leistet die Stiftung finanzielle Hilfe für Patienten, die durch die Erkrankung in finanzielle Not geraten sind.

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