Positive Bilanz zur ersten Inklusionswoche

33 Veranstaltungen im gesamten Bundesland

Verbandsnews > Landessportbund Rheinland-Pfalz Veröffentlicht am Sonntag, 24. November 2019

Quelle: Landessportbund RLP

Die erste Inklusionswoche des rheinland-pfälzischen Sports, die von 11. bis 17. November mit insgesamt 33 Veranstaltungen im gesamten Bundesland über die Bühne ging, war eine gelungene Sache. „Viele Veranstaltungen waren sehr gut besucht“, resümierte Cheforganisatorin Silvia Maria Wenzel mit zufriedener Miene. Der Aufruf unter dem Motto „Bist Du IN?“ lockte viele Veranstalter und Interessierte. Wer Lust hatte, konnte bei 20 verschiedenen Sportarten mitmischen und zuschauen.

„Rheinland-Pfalz hat bereits tolle zukunftsweisende Projekte – viele noch nicht inklusiv denkende Institutionen können sich daran ein Beispiel nehmen“, so Wenzel weiter.

Von Rehasport, Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby und Sitzvolleyball über Walking, Aikido, Judo, Leichtathletik, Boccia und Regenerationstraining bis hin zu Abenteuer- und Erlebnissport, Fußball, Reiten, Basketball, Laufen, Turnen, Hockey, Tischtennis und Tandemfahren war alles dabei, was das Sportlerherz begehrt. „Es haben sich ganz viele Vereine beteiligt“, freute sich Wenzel, die beim Landessportbund Rheinland-Pfalz die Koordinierungsstelle Inklusion leitet. „Das Sportinstitut der Johannes Gutenberg Universität Mainz hat sogar eine ganze Woche des inklusiven Sports ins Leben gerufen.“ 

In Cochem gab es zum Beispiel eine Veranstaltung zum Thema Joggen/Walken bei Erblindung. Dieses Problem in den Fokus zu rücken, bereitwillige interessierte Menschen anzusprechen, als Führungsläufer (Guide) ausbilden zu lassen und sich untereinander zu vernetzen – das war Ziel der Veranstaltung. Der Einladung des Lauftreff TV Cochem folgend, kamen blinde und seheingeschränkte Menschen wie auch Menschen ohne Handicap, Profiläufer – etwa Ex-Paralympics-Teilnehmer Joerg Trippen Hilgers – aber auch Hobbyläufer sowie Verantwortliche aus dem Bereich Special Olympics sowie vom LSB – wie Silvia Maria Wenzel persönlich an die Mosel. 

In Burgbrohl wurde hingegen Sitzvolleyball gespielt. Die Burgbrohler Volleyballspielerin Katja Froeschmann hatte sich für die Durchführung kompetente Unterstützung an ihre Seite geholt – Sitzvolleyball-Nationalspieler Heiko Wiesenthal aus Koblenz führte mit durch den Abend. Ebenso unterstützend dabei war auch LSB-Inklusionsmanagerin Katharina Pape. Im Vordergrund standen der Spaß sowie das wichtige Thema Inklusion und die Offenheit gegenüber einer noch recht unbekannten Sportart. Jeder der 19 Teilnehmer habe dazu beigetragen, dass es ein gelungener Abend gewesen sei, urteilte Katja Froeschmann.

Das vierte Inklusionsbasketballturnier unter dem Motto „Einfach Gemeinsam – Sport in Kruft“ stieß auf eine prima Resonanz. „Wir haben wieder einen dieser wunderbaren Abende im Kontext ´Inklusionssport´ erlebt“, erläuterte der künftige Sport-Inklusionslotse Reiner Plehwe. „Weite Teile einer Ortsgemeinde, zwei engagierte Sportvereine mit der DJK Kruft/Kretz und dem TV Kruft, Einrichtungen der Behindertenhilfe und eine große Anzahl unkomplizierter Sportler haben vorgelebt, wie gleichberechtigte Teilhabe und gemeinsames Miteinander im Sport geht.“ Eingeladen zum Turnier waren Sportler, die Lust hatten, einfach dabei zu sein – egal ob mit oder ohne Behinderung. Es ging um das gemeinsame Sporterleben sowie viel Spaß und Begegnung. 

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