LSB entwickelt „Corona Sportampel RLP“

Mit Plan zur Wiederaufnahme des Vereinssports

Verbandsnews > Landessportbund Rheinland-Pfalz Veröffentlicht am Freitag, 19. Februar 2021

Quelle: picture alliance / Andreas Gora | Andreas Gora

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) hat sich erneut für die Wiederaufnahme des Sportbetriebs in Rheinland-Pfalz stark gemacht. Um diesem Ziel näher zu kommen, hat der Landessportbund einen vierstufigen Plan entwickelt und diesen an die Landespolitik gereicht.

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz hat sich mit einem konkreten Vorschlag für einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Sportbetrieb an die Politik gewendet. Durch das Eckpunktepapier „Corona Sportampel RLP“ will der LSB aufzeigen, wie eine geordnete Wiederaufnahme des Vereinssports aussehen könne. Hauptaugenmerk liegt dabei vor allem auf dem Kinder- und Jugendsport. So wie Schulen und Kitas wieder geöffnet werden, sollten dies auch für die Sportvereine mit den Angeboten für den Nachwuchs gelten. „Kinder leiden besonders unter der Pandemie und dem damit einhergehenden Bewegungsmangel. Um die Langzeitfolgen abzumildern, sollte die Politik daher eine prioritäre Öffnung des Kinder- und Jugendsports in Betracht ziehen“, so LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick in einer Pressemeldung.

Durch vier Stufen im Ampelverfahren könne man von der derzeitigen Stufe Rot (Sport nur alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand) über Training in festen und kleinen Gruppen, dann in größeren Gruppen schließlich zu Trainings- und Wettkampfbetrieb ohne Kontakt- und Gruppengrößenbeschränkungen gelangen.

Politik solle „Erfahrungen respektieren“

„Vereinssport findet unter Anleitung, mit festen Regeln und in definierten Gruppen statt. Ergänzt durch umfangreiche Hygienekonzepte, die sie bereits 2020 erarbeitet, erprobt und inzwischen weiterentwickelt haben, agieren unsere Vereine sehr verantwortungsbewusst“, erklärt Bärnwick. Der Dachverband des rheinland-pfälzischen Sports bitte die Politik, „die Erfahrungen der Sportvereine und -organisationen aus dem Jahr 2020 ernst zu nehmen und bei der Fortschreibung der rheinland-pfälzischen Corona-Bekämpfungsverordnung zu berücksichtigen.“

Mit Blick auf die Öffnungen von vereinseigenen und kommunalen Sportstätten fordert der LSB eine „abgestimmte Vorgehensweise zwischen Landesregierung, Landessportbund und kommunalen Spitzenverbänden“ um Ungleichheiten zur Öffnung von Sportanlagen zu vermeiden.

LSB: „Sport ist Teil der Lösung“

Zu lange sei der Vereinssport und dessen positive Auswirkungen von der Politik bisher vernachlässigt worden. „Der Sport muss auf Bundes- und dann auch auf Landesebene wieder stärker in den Blickwinkel der Politik rücken“, so Bärnwick. Der LSB-Präsident fordert daher: „Ihm muss zeitnah eine Öffnungsperspektive aufgezeigt werden, denn wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Sport in besonderer Weise zur Bewältigung der gesundheitlichen – psychischen und physischen – und sozialen Folgen der Pandemie beitragen kann und damit Teil der Lösung ist und der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie dienen wird.“

Gleichzeitig betonte Bärnwick aber auch: „Der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz trägt die mit dem Lockdown verbundenen Einschränkungen solidarisch mit.“ Man wolle auch künftig die Anstrengungen zur Kontrolle der Corona-Pandemie unterstützen. Daher stelle man auch keine „unrealistischen Forderungen bezüglich des Zeitpunkts er Lockerungen.“

Auch angesichts des für Rheinland-Pfalz zu erwartenden Mitgliederrückgangs von rund 3,5 Prozent sei man überzeugt, „dass es jetzt mit Blick auf die nächste Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsident*innen langfristiger Planungen und mittelfristiger Perspektiven bedarf, an denen sich die rund 6.000 rheinland-pfälzischen Vereine orientieren können“, so Bärnwick.

In der kommenden Woche soll der Stufenplan mit Vertretern des organisierten Sports (LSB, Sportbünde, Fachverbände und Vereine) und des Innenministeriums besprochen und anschließend veröffentlicht werden.

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