„Der Sportverein bleibt keine analoge Insel“

SBR Übungsleiter-Forum war ein voller Erfolg

Verbandsnews > Sportbund Rheinland Veröffentlicht am Montag, 19. August 2019

Quelle: Sportbund Rheinland

Rund 300 Teilnehmer besuchten in diesem Jahr das Übungsleiter-Forum des Sportbundes Rheinland in Mülheim-Kärlich. Themen wie das Profil des Übungsleiters von morgen oder die Digitalisierung des Sports durch Gesundheits-, Fitness- und Trainings-Apps waren Themen, ehe die Sportler in rund 70 Workshops selbst aktiv werden konnten.

„Auf in die digitale Welt – was erwartet Übungsleiter, Vereine und den organisierten Sport?“ lautete der Titel des Eröffnungsvortrages von Professor Dr. Lutz Thieme (Hochschule Koblenz). Der Übungsleiter sollte nach Ansicht von Thieme die Fortschritte der Digitalisierung mehr und mehr für seine Zwecke nutzen, denn: „Der Sportverein bleibt keine analoge Insel." Das Serviceniveau könne auch in den Übungsstunden durch die Digitalisierungen verbessert werden. Thieme führte seine Zuhörer in eine Sportwelt, die bereits heute komplett vermessen ist. Fitnesstracks, Fitnessapps, Sensoren in der Kleidung, app- und videogestützte Bewegungsanalysen sind Realität. „Den Sportverein wird es noch in 100 Jahren geben, aber die Verbände müssen sich ändern, um bestehen zu können“, lautete das Fazit des Referenten.

Das sahen auch die Präsidentin des Sportbundes Rheinland, Monika Sauer und der Vizepräsident Aus- und Fortbildung Wolfgang Scheib in Bezug auf die Zukunft des Vereinssports so. Sie hoben den Mehrwert des Übungsleiters gerade wegen der fortschreitenden Digitalisierung hervor. „Nehmen Sie Kinder an die Hand und begleiten Sie diese bei ihren ersten Bewegungserfahrungen, sprechen Sie Jung und Alt an, um mit Ihnen Sport zu erleben“, sagte Scheib und brach damit eine Lanze für den Sport im Sportverein – ein Mittel gegen die Vereinsamung in virtuellen Sportwelten in den eigenen vier Wänden.

Monika Sauer lud die 300 Übungsleiterinnen und Übungsleiter ein, ausgiebig das Fortbildungsangebot des Forums zu nutzen. Die Sportanlagen der Stadt Mülheim-Kärlich und der Verbandsgemeinde Weißenthurm böten dazu die besten Voraussetzungen. So hatte jeder der Teilnehmer die Möglichkeit, aus 70 Workshops vier zu wählen, um auch sein eigenes Profil als Übungsleiterin und Übungsleiter auf dem sprießenden Sportmarkt zu schärfen. Besonders große Nachfrage herrschte in diesem Jahr nach Kursen im Gesundheits- und Fitnesssport, wie zum Beispiel Pilates, Faszientraining, Rückenfitness, Jumping-Fitness, Bodystyling mit Hanteln und verschiedene Yoga-Kurse.

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