Todesdrama bei Ulm-Marathon

Läufer bricht auf Zielgrade zusammen und stirbt

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 25. September 2018

Quelle: JordiDelgado / Shutterstock.com (Symbolbild)

Beim Einstein-Marathon am vergangenen Wochenende in Ulm kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Ein Läufer brach auf der Zielgrade zusammen und verstarb kurze Zeit später.

Gegen 11 Uhr bog der 30-Jährige auf die Zielgerade ein, brach allerdings wenige Meter vor dem Ziel zusammen. „Die anderen Teilnehmer aus dem Läuferfeld haben sofort angefangen, den Mann zu reanimieren. Dann kamen unsere Leute gleich dazu“, sagte der leitende Notarzt des Marathons, Claus-Martin Muth gegenüber der ‚Schwäbischen Zeitung‘.

Insgesamt 15 Minuten habe man versucht, den Mann zu reanimieren, zunächst anscheinend mit Erfolg. Auf dem Weg ins Krankenhaus soll der Läufer dann erneut kollabiert sein, berichtet die Zeitung weiter. In der Klinik sei er dann schließlich gestorben.

Ursache weiterhin unklar

Warum der Mann verstarb, bleibt weiterhin ein Rätsel. Laut Medienberichten habe er als fitter und austrainierter Läufer gegolten. Muth spricht in der ‚Schwäbischen Zeitung‘ von „zwei wahrscheinlichen Möglichkeiten und viele unwahrscheinliche“. Die eine sei die, dass der Verstorbene, der wenige Wochen vor dem Marathon noch an einer Erkältung gelitten haben soll, diese noch nicht komplett auskuriert habe.

Die zweite Variante könnte laut Muth eine bisher unerkannte Vorerkrankung gewesen sein, wie es teilweise sogar bei Profisportlern vorkommt.

„Trauriger Tag“ für die Veranstalter

Es ist der erste Todesfall in der 14-jährigen Geschichte des Einstein-Marathons in Ulm. Für Mitorganisator Markus Ebner sei es „ein trauriger Tag“. Welche Konsequenzen man daraus ziehen könne, wisse er noch nicht: „Wir müssen uns erst einmal sammeln und dann alles Weitere besprechen“, sagte er der ‚Schwäbischen Zeitung‘.

Insgesamt nahmen rund 13.000 Läufer teil, 137 Mal musste das Deutsche Rote Kreuz aktiv werden.

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