Arrogant oder ehrlich?

Bayern-Star provoziert mit gewagter Aussage

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Donnerstag, 04. April 2019

Quelle: picture alliance/Pressefoto Baumann

Nach dem knappen Sieg im DFB-Pokal gegen Heidenheim sorgte FCB-Abwehrspieler Niklas Süle mit einer provokanten Aussage für Aufsehen.

Der 5:4-Duseltriumph gegen Zweitligist Heidenheim war definitiv keine Glanzleistung des FC Bayern – darin waren sich alle Verantwortlichen des Rekordmeisters im Anschluss der Partie einig. Aber auch im Anschluss präsentierten sich die Münchner alles andere als glanzvoll.

Zwar räumten Spieler und Trainer in den Interviews nach der Partie ein, nicht ihr bestes Spiel auf den Platz gebracht und einfach schlecht gespielt zu haben, eine Anerkennung  für die schlichtweg gute Leistung des Gegners oder gar ein Lob an die Heidenheimer gab es allerdings nicht. Vielmehr waren Kovac und seine Spieler damit beschäftigt, das Ergebnis lediglich auf die eigene Leistung zu reduzieren.

„Muss man auch mit sieben Mann runterspielen“

Ausgerechnet Abwehr-Spieler Niklas Süle, der nach einem Platzverweis schon nach rund 15 Minuten unter die Dusche musste, schoss dabei den Vogel mit einer fast schon arroganten Aussage ab. Nachdem die Bayern in Unterzahl den Rückstand zunächst drehen konnten und sogar mit 4:2 in Führung lagen, hätte man „das auch mit sieben Mann runterspielen müssen“, kritisierte der Nationalspieler seine Kollegen.

Nun kann man dem 23 Jahre alten Nationalspieler zwar zugutehalten, dass man als Rekordmeister bei solch einer Führung, im Heimspiel gegen einen Zweitligisten, definitiv anders auftreten muss. Allerdings war es an diesem Abend einfach so, dass sich die tapferen Heidenheimer bravurös geschlagen und vielleicht eines, wenn nicht sogar das beste Spiel ihrer Vereinsgeschichte gemacht haben. Dass der Rekordpokalsieger bis zur letzten Minute zittern musste, lag also nicht nur an der schlechten Leistung des FC Bayern.

Ob Bayern auch mit sieben Spielern im Halbfinale stehen würde? Fraglich …

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