Dynamo-Legende Jörg Stübner ist tot

Dresdner DDR-Nationalspieler stirbt mit 53 Jahren

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Mittwoch, 26. Juni 2019

Quelle: picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB

Dynamo Dresden trauert um seine Vereinslegende Jörg Stübner. Der Mittelfeldspieler starb mit nur 53 Jahren - die Todesursache ist noch ungewiss. Er prägte die SG über viele Jahre, fiel dann aber tief.

Etwa 250 Mal war Jörg Stübner für Dynamo Dresden zwischen 1983 und 1993 aktiv. Er absolvierte 47 Länderspiele für die DDR, war auch beim allerletzten Spiel des Landes - beim 2:0 gegen Belgien - dabei. Den Sprung in die neue Zeit schaffte der Mittelfeldakteur aber nicht. Es folgt der Absturz.

Zweimal holte Stübner mit Dresden die Meisterschaft in der DDR-Oberliga und gewann zudem dreimal den Pokal. 249 Mal lief "Stübs" für die Gelb-Schwarzen auf und schoss dabei 24 Tore. Zudem absolvierte Stübner 47 Länderspiele und galt damals als einer der besten Mittelfeld-Spieler. Nach der Wende kam für Stübner allerdings eine schwere Zeit, er war nie in der Lage, in der Bundesliga Fuß zu fassen und zeigte nicht mehr seine Leistungen aus der Vergangenheit. Sein letztes Spiel absolvierte er im November 1991 gegen Schalke. In der Folge wurde er Alkoholabhängig und rutschte sozial ab. Zuletzt gab es etwas Hoffnung, als Stübner wieder zu Dynamo-Heimspielen kam, diese waren aber letztlich vergebens. 

"Mit großer Bestürzung erreichte mich die Nachricht, dass mein langjähriger Freund Jörg Stübner verstorben ist. Das Schicksal von 'Stübs' hat viele Fans über Jahre begleitet und niemanden unberührt gelassen. Ein trauriger Tag für uns alle", twitterte der ehemalige Dresdner und Leverkusener Torjäger Ulf Kirsten, der mit Stübner gemeinsam gespielt hat. 

 

 

Auch bei Dynamo herrschte große Trauer. "Die Nachricht von Jörg Stübners Tod hat uns alle tief erschüttert. Unser Verein trauert um eine seiner Legenden, einen begnadeten Fußballer. Vor allem aber trauern wir um einen Menschen, der einen langen persönlichen Kampf ausgefochten hat und nun viel zu früh gegangen ist", sagte Präsident Holger Scholze.

Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge, der ebenfalls lange Jahre mit Stübner zusammengespielt hatte, äußerte vor allem seinen Respekt für die Durchhaltefähigkeit seines Freundes: "Seit vielen Jahren wünschte er sich ein Leben ohne Medienöffentlichkeit - ein Wunsch, der viel zu selten respektiert wurde. Sein Schicksal ist deshalb auch eine Mahnung an uns alle."

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