Julia Scharf vs die Fortnite-Welt

Moderatorin wehrt sich gegen Kritik

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 30. Juli 2019

Quelle: picture alliance/Felix Hörhager/dpa

Mit einer kritischen Anmerkung zum Videospiel Fortnite hat „Sportschau“-Moderatorin Julia Scharf viel Empörung ausgelöst – und sich später auf Twitter gerechtfertigt.

„Kinder, die Tag und Nacht vor dem PC sitzen und sich selbst nicht mehr die Schuhe zubinden können. Jetzt können Sie selbst entscheiden, ob das Sport ist oder nicht“, hatte die 38-Jährige am Sonntag in einem „Sportschau“-Beitrag im Ersten über Fortnite-Spieler gesagt. Auf Twitter reagierten viele Zuschauer empört – sie stießen sich an der negativen Bewertung des E-Sport-Events in der ARD-Sendung und bezeichneten Scharfs Aussage als „populistisch“ und „naiv“. 

Scharf reagierte ebenfalls auf Twitter mit einem Video-Statement, in dem sie sagte: „Ich habe am Ende einen Satz zitiert, den ein Psychologe in diesem Beitrag so gesagt hat.“ Als Journalistin habe sie infrage stellen wollen, ob man das Fortnite-Spiel, in dem geschossen und getötet wird, tatsächlich als Sport bezeichnen könne. Sie habe nicht die Leistungen der Teilnehmer schmälern wollen.

Millionen-Preisgeld für 16-Jährigen

Beim Fortnite World Cup in New York kämpften am Wochenende knapp 200 junge Menschen und Tenager beim Online-Überlebens-Spiel um Preisgelder von insgesamt 30 Millionen Dollar, viele von ihnen sind minderjährig. Zum ersten Weltmeister krönte sich überlegen der Amerikaner Kyle „Bugha“ Giersdorf, der 16-Jährige knackte damit den Mega-Jackpot von drei Millionen Dollar.

Tante, Schwester, Bruder und seine Eltern hatte Giersdorf mit nach New York gebracht. „Das verändert sein Leben“, sagte Mutter Darcy: „Er spielt Videospiele seit er drei Jahre alt ist, es ist seine Leidenschaft.“

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