Lautern-Statuen am Betzenberg enthauptet

Geschmacklose Provokation vor Derby gegen Mannheim

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Montag, 05. August 2019

Quelle: picture alliance/Uwe Anspach/dpa

Rund drei Wochen sind es noch, dann treffen der FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim zum Hass-Derby aufeinander. Doch schon jetzt gab es die erste Geschmacklos-Provokation.

Denn in der Nacht auf Montag wurden zwei Statuen am Elf-Freunde-Kreisel in Kaiserslautern enthauptet. Dazu wurden die Figuren mit blauer Farbe angesprüht. Ein umstehender Verteilerkasten wurde ebenfalls angesprüht.

Die Polizei vermutet hinter der Tat Anhänger von Waldhof Mannheim. Auf dem Stromkasten war zu lesen: „SVW SGE“ – eine Anspielung auf die Fan-Freundschaft zwischen dem SV Waldhof und Eintracht Frankfurt.

Verdächtige festgenommen

Die Polizei hat unterdessen die Ermittlungen aufgenommen und bereits insgesamt acht Tatverdächtige festgenommen. Sie sollen in zwei Fahrzeugen auf der A6 in Richtung Mannheim gestoppt worden sein. In beiden Autos haben sich Farbdosen befunden. Die Männer kommen allesamt aus dem Rhein-Neckar-Raum.

Die Fan-Gruppen von Mannheim und Kaiserslautern haben nichts als Abneigung füreinander übrig. Das Spiel am 1. September gilt als Hochrisiko-Spiel.

Tat als Rache-Akt?

Bei der Tat könnte es sich auch um einen Rache-Akt handeln. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde am Ortseingang Mannheim eine Brücke mit den Worten „1. FCK“ beschmiert. Eigentlich war ein Mannheim-Schriftzug samt Stadtwappen zu sehen.

Der Dachverband PRO Waldhof e.V. ermahnte inzwischen beide Seiten zum Nachdenken. „Auch wenn jede Couleur der jeweiligen Fanszenen ihre eigene Art haben dürfte, mit dem Derby umzugehen, müssen wir uns die Frage stellen, ob die plumpe Zerstörung, von in diesem Fall öffentlichem Eigentum, der richtige Weg ist“, heißt es auf der Homepage.

„Auch wenn in beiden Fällen die Ermittlungen noch laufen und wir niemanden vorverurteilen wollen und sollten, rufen wir beide Seiten dazu auf, ihr jeweiliges Handeln zu hinterfragen und das sogenannte Vorgeplänkel auf ein gesundes Maß zurück zu schrauben.“

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