FCK vs SVW - Wie alles begann

Eine langjährige Rivalität

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Freitag, 30. August 2019

Quelle: picture alliance/augenklick

Seit mehr als 20 Jahren sind der 1. FC Kaiserslautern und der SV Waldhof Mannheim in einem Ligaspiel nicht mehr aufeinander getroffen. Das ändert sich am Sonntag, wenn die Geschichte einer langjährigen Rivalität ein neues Kapitel bekommt.

1983 nahm die Rivalität zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Waldhof ihren Anfang. Der SV Waldhof schaffte den Aufstieg in die Bundesliga, das eigene Stadion entsprach aber nicht wirklich den Anforderungen im Oberhaus. Also zog der SVW vom Carl-Benz-Stadion in das Ludwigshafener Südweststadion auf die andere Seite des Rheins um (Foto) - und damit in das Gebiet des FCK. Die Roten Teufel, die bis dato die Vormachtstellung in der Pfalz inne hatten, sahen sich bedroht. Es ging die Befürchtung um, dass die Mannheimer den Lauterern die Zuschauer wegnehmen würden. Der damalige FCK-Präsident Udo Sopp forderte: "Wir haben immer unseren Standpunkt deutlich gemacht, dass der SV Waldhof in Mannheim spielen sollte, in der Stadt Mannheim und dem entsprechenden Verbandsgebiet. Wir wollen da keinen Konkurrenten sportlich auf Kleinflamme stellen, aber wir haben unsere ökonomischen Gesichtspunkte deutlich wahrzunehmen."

Auf Mannheimer Seite sah man das naturgemäß anders. Der damalige Präsident machte den Standpunkt des SVW deutlich: "Die Heimat ist Mannheim, aber wir müssen überleben und arbeiten können. Wir haben es verdient, dass wir eine Stätte angeboten bekommen, wo wir lebensfähig sind. Und das ist derzeit in Ludwigshafen." 

Tatsächlich stellte sich der Umzug zunächst als Erfolg heraus. In der Saison 1983/84 hatte der SV Waldhof mit 26.982 Zuschauern einen deutlich besseren Schnitt als die Roten Teufel (19.017 Zuschauer). In den folgenden Jahren ging diese Zahl allerdings immer weiter runter, sodass die Mannheimer 1989 wieder zurück ins alte Stadion am Alsenweg zogen. Zwar war der Streit damit beendet, die Rivalität hält aber bis heute an. 

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