Nazi-Skandal in Kreisliga: Mannschaft wird nach Hitler-Gruß abgemeldet!

Komplette Mannschaft wird nach Hitler-Gruß abgemeldet

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Dienstag, 10. September 2019

Quelle: pixabay / didgemann (Symbolbild)

Der TuS Holzhausen Porta hat seine 1. Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb abgemeldet. Zuvor hatten die Kreisliga-Fußballer mit rechten Parolen für einen Skandal gesorgt.

Die Verantwortlichen des TuS Holzhausen Porta reagieren damit auf ein kürzlich bei WhatsApp aufgetauchtes Handy-Video. Es zeigt Spieler der ersten Mannschaft, die bei der Aufstiegsfeier im Mai 2019 lautstark „Sieg Heil“ skandierten und zum Hitler-Gruß ansetzten. Auch der Staatsschutz hat sich der Sache mittlerweile angenommen und ermittelt.

Auf Facebook veröffentlichte der Verein aus dem Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen nun ein Statement: „Ein unseren ethischen Werten widersprechendes und zudem strafrechtliches Verhalten kann im TuS Holzhausen nicht toleriert werden“, wird der Vorstandsvorsitzende Matthias Adamkowitsch darin zitiert.

Es sei nun die Aufgabe des Vorstands „weiteren Schaden von Holzhausen und der 1. Mannschaft abzuwenden.“

Verein reagiert auf Video-Veröffentlichung

Warum das bereits im Mai aufgenommene Video erst jetzt aufgetaucht ist, ist derzeit noch offen, wie das Mindener Tageblatt berichtet. In einer am 5. September veröffentlichten Stellungnahme des Vereins heißt es, das man erst einen Tag zuvor von dem Video erfahren habe.

Die betroffenen Personen wurden im Anschluss aus dem Verein ausgeschlossen und erhielten Sportplatzverbot. Sowohl Spieler als auch der Trainer bedauern ihr Fehlverhalten. In einem Gespräch mit dem Verein habe man deutlich gemacht, „dass sich die 1. Mannschaft zu demokratischen Werten bekennt und keine rechtsradikalen Inhalte vertritt oder gutheißt.“

Trotz allen Bedauerns hat sich der Verein nun entschieden die Mannschaft vom Spielbetrieb der Kreisliga A mit sofortiger Wirkung zurückzuziehen. Auch der Trainer wurde freigestellt. Zudem behalte man sich vor, weitere personelle Konsequenzen zu ziehen, sobald die laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen abgeschlossen seien.

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