Nazi-Skandal bei Profi-Box-Übertragung

„ran fighting“ hat jetzt reagiert

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Montag, 16. September 2019

Quelle: pixabay/Mac Kenzie

Bei der Box-Nacht "Sport im Süden", die von der Pro7Sat1-Gruppe unter "ran fighting" live im Internet übertragen wurde, kam es zu einem Zwischenfall. Ein Mitarbeiter eines Box-Stalls trug im Ring ein mit Neonazi-Symbolen und Schriftzügen versehenes T-Shirt. Jetzt hat der Sender reagiert.

Ein weißes T-Shirt mit den Schriftzügen „Germanen Boxstall“ und „Kraft durch Freude“ sowie ein eisernes Kreuz auf den Boxhandschuhen waren zu sehen. Der Mann, der das Oberteil trug, soll der Gründer des „Germanen-Boxstalls“ gewesen sein. Für diesen Stall trat der Boxer Islam Ashabov gegen seinen Kontrahenten Ali Celik an. „Kraft durch Freude“ war von 1933 bis 1945 eine politische Organisation der Nazionalsozialisten, die sich der Freizeitgestaltung der Bevölkerung widmete. 

„ran fighting“ bestätigte den Vorfall und bezog auf Facebook Stellung. Dort heißt es: „Im Anschluss an den Kampf hat sich bedauerlicherweise ein Betreuer aus dem ‚Germanen Boxstall Kiel‘ in den Ring begeben und ein T-Shirt mit rechtsradikalen Parolen getragen. Die gesamte Veranstaltung wurde von ran FIGHTING nach Bekanntwerden unmittelbar gelöscht und ist über unsere Plattform nicht mehr abrufbar.“ Zudem sei der Sender nur „übertragende Plattform. Sicherheit und Rechtmäßigkeit liegen in der Verantwortung des Veranstalters.“ Dennoch meint das Pro7Sat1-Portal: „Wir, wie auch die Veranstalter, bedauern diesen Vorfall außerordentlich und distanzieren uns in aller Deutlichkeit von extremistischen Inhalten jeglicher Art. ran FIGHTING wird alle Maßnahmen ergreifen, um Vorfälle solcher Art bei weiteren Übertragungen zu verhindern“.

Gegenüber der Bild äußerte sich auch der Veranstalter SES Boxing: „Ich verabscheue das und distanziere mich ganz klar davon. Dieses T-Shirt haben wir leider nicht gesehen und wir entschuldigen uns deshalb als Veranstalter in aller Form dafür. Sowas darf bei uns niemals eine Plattform haben und gehört nicht zu einem Sport-Event!“

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