Geringe Strafen für türkische Spieler

Uefa verhängt nur Verweise

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Montag, 16. Dezember 2019

Quelle: picture alliance/ZUMA Press

Nachdem mehrere Spieler der türkischen Nationalmannschaft bei den Länderspielen im Oktober gegen Albanien und Frankreich ihre Tore mit dem Militärgruß bejubelten, steht jetzt das Urteil fest. Der militärische Gruß verstößt zwar gegen die Uefa-Statuten, die türkische Nationalmannschaft kommt aber sehr günstig davon.

Die Disziplinarkommission der UEFA hatte den Fall in der vergangenen Woche verhandelt, das Ergebnis aber noch nicht offiziell kommuniziert. Wie der Kicker aber berichtet, werden gegen 13 Spieler Verweise ausgesprochen, darüber hinaus soll der türkische Verband eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro zahlen - im heutigen Fußballgeschäft eine doch eher kleine Summe. 

Unklar ist, ob die Türkiye Futbol Federasyonu (TFF) gegen dieses Strafmaß Rechtsmittel einlegt. Unter anderem waren Cenk Tosun (FC Everton) aus England und Hakan Calhanoglu (AC Mailand) aus Italien zur Verhandlung angereist. 

Die Begründung der UEFA, trotz der laut den Statuten untersagten politischen Äußerungen von einer Sperre der Spieler abzusehen, begründet der Verband damit, dass diese nur im gleichen Wettbewerb, also bei der EM-Endrunde im kommenden Sommer, hätte abgesessen werden können.

Kaan Ayhan von Fortuna Düsseldorf wird wohl keinen Verweis erhalten. Er hatte beim 1:1 gegen Frankreich ein klares Zeichen gesetzt, indem er den Salutjubel trotz seines Tors gezielt verweigerte.

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