Kurioses von der Tournee

Geschichten rund um die vier Schanzen

Sportnews > Für Zwischendurch Veröffentlicht am Samstag, 28. Dezember 2019

Quelle: picture alliance/Angelika Warmuth/dpa

Die 68. Vierschanzentournee steht vor der Tür. Ein Wettbewerb mit einer solch langen Tradition hat über die Jahre viel geboten. Wir blicken auf die Kuriositäten der Tournee.

Mit Silvesterkater zum Neujahrssieg

Der Finne Hemmo Silvenoinen machte in der Saison 1955/56 auf sich aufmerksam. Nachdem er bereits im Vorjahr als erster finnischer Springer die Gesamtwertung der Tournee gewinnen konnte, schrieb er in diesem Jahr aber sowohl positive als auch negative Schlagzeilen: Silvenoinen hielt sich in der Silvesternacht nicht an das Alkoholverbot und wurde von seinem Trainer suspendiert. Nur weil seine Teamkollegen sich für ihn einsetzten durfte er schließlich doch an den Start gehen und bedankte sich mit dem Sieg im Neujahrsspringen - dem ersten und einzigen Einzelsieg seiner Karriere.

 

Erst Tourneesieger, dann Fußballstar

Dass das Ende der Skisprungkarriere noch lange nicht das sportliche Ende eines Athleten bedeuten muss, zeigte der Norweger Björn Tore Wirkola, der zwischen 1967 und 69 dreimal hintereinander die Vierschanzentournee für sich entschied und anschließend sein Glück im Profifußball fand. Als Stürmer von Rosenborg Trondheim gewann er 1971 sowohl die norwegische Meisterschaft als auch den Landespokal.

 

Drei Einzelsiege aber kein Podestplatz in der Gesamtwertung

Der Österreicher Anton „Toni" Innauer, der heute als TV-Experte aktiv ist, siegte in der Saison 1975/76 in Oberstdorf, Garmisch und zum Abschluss in Bischofshofen. In der Gesamtwertung bedeutete dies am Ende dennoch nur Rang vier: Der damals 17-Jährige wurde in Innsbruck nur 24. und holte seine Siege jeweils mit knappem Vorsprung, sodass Jochen Danneberg aus der DDR Tourneesieger wurde.

 

Versammlung auf dem Podest

Dass vier Springen mit insgesamt acht Wertungsdurchgängen am Ende einen eindeutigen Sieger hervorbringen ist ziemlich realistisch. Die Saison 2005/06 zeigte jedoch, dass es im Skispringen auch über so viele Etappen eng zugehen kann. Der Finne Janne Ahonen und der Tscheche Jakub Janda dominierten die Tournee im Gleichschritt und lagen am Ende mit jeweils 1081,5 Punkten gleichauf an der Spitze. Damit hatte die Vierschanzentournee zum ersten Mal zwei Gesamtsieger.

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